Wenn provokante Inhalte in den Sozialen Medien eine Empörungswelle auslösen, dann heißt das bei Jugendlichen „Ragebait“, auf Deutsch etwa: „Wutköder“. Der Begriff ist das Jugendwort des Jahres 2026.
„Ragebait“ ist das Jugendwort des Jahres 2026. Das teilte der Langenscheidt-Verlag auf der Buchmesse in Frankfurt am Main mit. Der Begriff bedeutet wörtlich übersetzt „Wutköder“ und meint Onlinebeiträge und -inhalte, die nur darauf abzielen, Polemik, Auseinandersetzungen und Aufregung zu erzeugen. Häufig handele es sich dabei um Falschmeldungen oder abstruse Meinungen, die Aufmerksamkeit und damit eine hohe Reichweite erzielen sollten.
Der Begriff setzte sich in der Onlineabstimmung des Stuttgarter Verlags knapp gegen die beiden anderen Finalisten „Peak“ und „Crashout“ durch. „Ragebait“ bekam 36,5 Prozent der Stimmen, „Peak“ 33,8 Prozent, und für „Crashout“ stimmten 29,7 Prozent.
„Peak“ bedeutet auf deutsch „Gipfel“ und weist auf das „Beste vom Besten“ hin. Der Begriff „Crashout“ (Absturz) beschreibt eine Person, die völlig die Fassung verliert.
Jugendwort wird seit 2008 gewählt
Wie viele Personen sich an der Endrunde der Onlineabstimmung beteiligten, gab der Verlag nicht bekannt. Insgesamt hätten seit dem Kampagnenstart rund eine Million Jugendliche mitgemacht, hieß es.
Die Wahl des Jugendwortes des Jahres gibt es seit 2008. Stimmberechtigt waren junge Menschen zwischen elf und 20 Jahren. Im vergangenen Jahr gewann „das crazy“, eine Alternative zu „okay“.
