Eilmeldung
Laut US-Präsident Trump gibt es eine „Energie-Waffenruhe“ zwischen Russland und der Ukraine. Sie trete mit sofortiger Wirkung in Kraft, erklärte er auf seiner Plattform Truth Social. Eine Bestätigung aus Kiew oder Moskau liegt bislang nicht vor.
US-Präsident Donald Trump hat zum wiederholten Mal verkündet, dass die Ukraine und Russland künftig auf Angriffe auf den Energiesektor der jeweils anderen Kriegspartei verzichten wollen. Die „Energie-Waffenruhe“ gelte mit sofortiger Wirkung, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. „Beide Seiten haben dem zugestimmt. Bitte halten Sie sich daran!“ Weitere Details nannte er zunächst nicht.
Bestätigungen aus Russland und der Ukraine für die Übereinkunft liegen bislang nicht vor. Mit einer ähnlichen Äußerung war Trump bereits Mitte September vorgeprescht. Beide Seiten hatten ihre Angriffe danach allerdings fortgesetzt.
Trumps Ankündigung erfolgt einen Tag nachdem er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj dafür verantwortlich gemacht hatte, mit Angriffen auf russische Ölraffinerien zu einer weltweiten Verknappung des Diesel beigetragen zu haben.
Tatsächlich waren zuletzt die Preise für Rohöl und Diesel nicht aufgrund der Sanktionen gegen Russland sondern infolge des Iran-Krieges massiv in die Höhe geschossen. Den hatte Trump gemeinsam mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu im Februar begonnen.
Selenskyj: „Deeskalation muss auf Gegenseitigkeit beruhen“
Vor Trumps Ankündigung hatte Selenskyj im Onlinedienst X erklärt, die Ukraine seit bereit, ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien zu stoppen, „wenn Russland aufhört, unsere Energie-Infrastruktur anzugreifen“.
Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur könnten umgehend beendet werden, aber Putin wolle das nicht. Jede Deeskalation müsse auf Gegenseitigkeit beruhen und durch echte Garantien untermauert werden.
Die Ukraine hatte in den vergangenen Wochen als Reaktion auf die ständigen russischen Luftangriffe unter anderem Ölanlagen in Russland attackiert. Trump hatte dies wiederholt kritisiert.
Am Freitag hatte Trump dann eine Einigung mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verkündet, wonach Russland trotz der wegen des Ukraine-Kriegs verhängten internationalen Sanktionen Hunderttausende Tonnen Dieselkraftstoff für die USA und den Weltmarkt liefern soll.
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