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Startseite»Politik»Libanon: Israel meldet etwa 50 Angriffe in 24 Stunden
Politik

Libanon: Israel meldet etwa 50 Angriffe in 24 Stunden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 2, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 02.05.2026 • 16:34 Uhr

Trotz einer seit Mitte April geltenden Waffenruhe im Libanon gehen die Gefechte zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz weiter. Nahezu täglich gibt es Berichte über neue Opfer. Die USA drängen auf Gespräche.

Bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon sind am Samstag laut staatlichen Medien mindestens sieben Menschen getötet worden. Nach einem Bericht der libanesischen Nachrichtenagentur NNA sollen demnach bei einem Angriff auf ein Auto zwei Menschen ums Leben gekommen sein. Bei weiteren Angriffen auf zwei Dörfer seien fünf weitere Menschen gestorben, hieß es.

Das israelische Militär forderte Bewohner von neun Dörfern im Südlibanon auf, die Gegend zu verlassen. Eine Militärsprecherin erklärte, dass die Luftwaffe in den vergangenen 24 Stunden etwa 50 Angriffe ausgeführt habe. Ins Visier genommen worden seien dabei Infrastruktur und Mitglieder der Terrormiliz Hisbollah, hieß es.

Hisbollah meldet Angriffe auf israelische Soldaten

Die Hisbollah teilte ihrerseits mit, sie habe am Samstag israelische Soldaten in einem Haus im Dorf Bajed mit einer Drohne angegriffen. Dazu wurde auch immer wieder Beschuss der Hisbollah auf Orte im Norden Israels gemeldet.

Seit Anfang März hatte sich der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah erneut verschärft, nachdem die Hisbollah in Solidarität mit Iran in dessen Krieg gegen Israel und die USA Raketen auf den Norden Israels abgefeuert hatte. Israel reagierte darauf mit Luftangriffen und Bodeneinsätzen im Südlibanon, begleitet von schweren Gefechten im Grenzgebiet. Mehr als 2.600 Menschen wurden nach libanesischen Angaben seit Anfang März getötet und mehr als eine Million vertrieben. Der Libanon selbst ist dabei offiziell keine Konfliktpartei.

Gespräche zwischen Aoun und Netanjahu?

Eine Waffenruhe für den Libanon war vor rund drei Wochen nach Gesprächen von US-Präsident Donald Trump mit Israels Premier Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun verkündet worden. Trotzdem setzten sich die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz fort.

Die USA drängen deswegen nun erneut auf direkte Gespräche zwischen Israel und Libanon. Demnach sprach sich die US-Botschaft in Beirut für ein Treffen zwischen Aoun und Netanjahu aus. Bei einem Treffen Aouns mit US-Botschafter Michel Issa am Freitag ging es laut Präsidialamt um die Stabilisierung der Waffenruhe und mögliche weitere Gespräche in Washington. In ersten Gesprächen dort hatte Israel die vollständige Entwaffnung der Hisbollah gefordert, während der Libanon einen vollständigen israelischen Abzug verlangte.

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