Dennoch winken viele Titel
Verhängnisvoller Fehler kostet Darja Varfolomeev ein WM-Finale
14.08.2026 | 05:58 Uhr
Darja Varfolomeev hofft bei der Heim-WM in der Rhythmischen Sportgymnastik auf reichlich Edelmetall. Gleich dreimal ist sie heißeste Titelfavoritin. Eine Medaillenhoffnung ist aber schon dahin.
Rückschlag für Darja Varfolomeev bei der Heim-WM in der Rhythmischen Sportgymnastik in Frankfurt: Nach einer fehlerhaften Übung mit den Keulen in der Qualifikation verpasste die Olympiasiegerin das Gerätefinale, das am Sonntag stattfindet. 27,950 Punkte reichten nur zu Platz neun, für die Medaillenentscheidung hätte sie mindestens Achte werden müssen. Dennoch bleibt ihr in der Frankfurter Festhalle die Chance auf vier WM-Titel.
Mit dem Band präsentierte die 19-Jährige kurz nach ihrer Vorstellung mit den Keulen eine sehr starke Übung und erhielt 30,050 Punkte, damit belegt sie mit diesem Gerät in der Quali Rang eins. Erstmals nach Gold greift sie an diesem Freitag im Mehrkampffinale (ab 16 Uhr), mit insgesamt 89,000 Punkten war sie in der Qualifikation besser als jede ihrer Konkurrentinnen. Am Sonntag hat sie dann noch Medaillenchancen mit dem Band sowie mit dem Reifen und mit dem Ball. Die Qualifikation mit den beiden letzteren Geräten fand bereits am Mittwoch statt. Mit dem Ball belegte Varfolomeev Rang eins (29,700 Punkte), mit dem Reifen reichte es zu Platz vier (29,050).
„Es ist schade für mich, dass die Keulen für mich so gelaufen sind. Ich habe einen Fehler gemacht, der mich das Finale gekostet hat“, sagte Varfolomeev, „es ist sehr, sehr ärgerlich. Es war schon das Ziel, in alle Gerätefinals zu kommen.Es war schon das Ziel, in alle Gerätefinals zu kommen. Trotzdem bin ich zufrieden, dass ich durch bin. Ich habe drei Gerätefinals geschafft, ich habe das Mehrkampffinale geschafft. Dort versuche ich zu zeigen, was wir trainiert haben.“ Varfolomeev ist bei den Titelverteidigerin im Mehrkampf sowie mit dem Ball, den Keulen und dem Band. Bis es auf der Fläche ernst wird, wolle sie sich „ausruhen“ und „Zeit nehmen für mich“, kündigte sie an: „Damit wir dann mit voller Kraft in die Halle kommen.“
Für den Deutschen Turner-Bund (DTB) starteten am Donnerstag auch Lada Pusch und Anastasia Simakova. Pusch kam nach ihrer WM-Premiere am Vortag mit den Keulen auf 25,200 Punkte und verpasst damit sowohl das Mehrkampffinale als auch alle drei Gerätefinals, die für sie ursprünglich möglich gewesen wären. Simakova, die in Frankfurt nur mit dem Band antritt, erhielt nach einem größeren Fehler für ihre Übung 24,400 Punkte und wird im Gerätefinale ebenfalls nicht dabei sein.
Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid
