„Es ist wahr“Trump will Straße von Hormus nach Kriegsende zu US-Territorium erklären
Infolge des Iran-Konflikts sind die Ölpreise weltweit in die Höhe geschossen. Eine Friedensvereinbarung scheint seit Monaten nicht in Sicht. US-Präsident Trump spricht dennoch von einer „vernichtenden Niederlage“ Teherans.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Straße von Hormus „bald“ zum Territorium der USA zu erklären. „Sobald wir den Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet – werde ich die Hormus-Straße schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären“, sagte er mit einem Schmunzeln bei einer politischen Veranstaltung an einer Polizeiakademie im Bundesstaat New York.
Es ist unklar, wie ernst die Äußerung gemeint war. „Es ist wahr“, beteuerte der US-Präsident kurz nach seiner überraschenden Hormus-Aussage. Zudem rief Trump die US-Bürger erneut dazu auf, etwas höhere Benzinpreise in Kauf zu nehmen, damit die iranische Führung keine Atomwaffen bauen könne.
Der Iran lasse sich nach den Worten von Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi nicht von Drohungen oder Machtdemonstrationen der USA einschüchtern. Die strategisch wichtige Straße von Hormus werde nur unter der Kontrolle des Iran gesperrt oder freigegeben, reagierte Gharibabadi bei X auf Trumps Hormus-Aussage.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus kam kurz zuletzt nahezu zum Erliegen, nachdem dort zwei weitere Schiffe angegriffen worden waren und die USA erklärt hatten, sie könnten eine Seeblockade des Iran auf unbestimmte Zeit aufrechterhalten. Laut einem Medienbericht habe ein hochrangiger iranischer Insider zudem gesagt, es gebe angeblich keine Fortschritte bei den Gesprächen über ein Ende des Krieges.
Trump hatte zuletzt mehrfach erklärt, dass die USA die für den Welthandel wichtige Meerenge kontrollieren würden. Die iranische Führung wiederum gab an, einen Großteil der Wasserstraße unter seine Kontrolle gebracht zu haben. Die USA und Israel hatten Ende Februar gemeinsam den Iran angegriffen und wichtige Mitglieder der Führung getötet, darunter den obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei.
