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Startseite»Nachrichten»Illegale Schläge auf Hinterkopf: Boxer Colon elf Jahre nach Hirnblutung durch Kampf gestorben
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Illegale Schläge auf Hinterkopf: Boxer Colon elf Jahre nach Hirnblutung durch Kampf gestorben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 14, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Illegale Schläge auf Hinterkopf

Boxer Colon elf Jahre nach Hirnblutung durch Kampf gestorben

Der puerto-ricanische Boxer Prichard Colon lag nach dem Unglück 221 Tage im Koma. Danach musste er sehr schwer beeinträchtigt von seiner Familie umsorgt werden. Sein Schicksal veränderte den Sport. Elf Jahre nach dem Unglück ist er nun verstorben.

Sein schweres Schicksal bewegte die Boxwelt und führte zu strengeren Sicherheitsregeln: Der puerto-ricanische Boxer Prichard Colón ist an den Folgen seiner schweren Hirnblutung gestorben, die er vor elf Jahren bei einem Kampf erlitten hatte. Das berichteten sein Vater Richard Colon und Boxverbände in emotionalen Mitteilungen. Er wurde 33 Jahre alt.

Im Oktober 2015 hatte der damals 23-Jährige bei einem Kampf gegen Terrell Williams eine Hirnblutung erlitten und dabei irreversible neurologische Schäden davongetragen. Colon hatte nach Angaben des Boxverbandes WBC während des Kampfes mehrere schwere, regelwidrige Schläge gegen den Hinterkopf einstecken müssen.

Der Puertoricaner lag nach einer Notoperation, bei der der Druck auf sein Gehirn reduziert werden sollte, 221 Tage im Koma und war fortan im Rollstuhl sitzend mit nur minimalem Bewusstseinszustand durchgehend auf medizinische Betreuung und die Hilfe seiner Familie angewiesen.

Vegetativer Zustand nach Koma

„Ich muss euch leider mitteilen, dass mein Sohn Prichard diese irdische Welt verlassen hat – er ist JETZT in einer besseren Welt“, schrieb sein Vater Richard bei Facebook. „Vielen Dank für so viele Jahre der Liebe und der Gebete. Bitte schließt uns weiterhin in eure Gebete ein, soweit es euch möglich ist.“

Colon galt während seiner Karriere als aufstrebendes Talent, bis zum verhängnisvollen Unglück hatte er alle seine 16 Profikämpfe gewonnen, darunter 13 K.-o.-Siege. Boxverbände würdigten Colons Karriere und sein Leben nach dem Unglück. „Getragen von der nahezu übermenschlichen Hingabe und unermüdlichen Liebe seiner Eltern Nieves und Richard Colon wurde der „Champion des Herzens“ zu einem weltweiten Symbol für Widerstandskraft, Glauben und Würde“, schrieb der Boxverband WBC, der Colon später zum Ehrenweltmeister ernannte, auf seiner Website. Der WBO schrieb auf Instagram, Colons Mut, Stärke und Kampfgeist hätten weit über den Ring hinausgereicht, er sei „ein Kämpfer bis zum Schluss“ gewesen.

Das Unglück habe den WBC später veranlasst, seine Sicherheitsbestimmungen entschieden zu verschärfen, hieß es vom Verband. Dazu gehörten demnach eine Null-Toleranz-Politik bei Schlägen auf den Hinterkopf sowie strengere medizinische Protokolle zum Schutz der Gesundheit aller Boxerinnen und Boxer weltweit.

Verwendete Quellen: ntv.de, dbe/dpa

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