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Startseite»Nachrichten»Bouygues, Orange und Free wollen SRF für 20,4 Milliarden Euro kaufen
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Bouygues, Orange und Free wollen SRF für 20,4 Milliarden Euro kaufen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Marktbereinigung in FrankreichTelekommunikationsriesen zerlegen und teilen die Nummer zwei

Der Deal würde den Markt in Frankreich entscheidend ändern. (Foto: picture alliance / PHOTOPQR/VOIX DU NORD/MAXPPP)

In Frankreich könnte der zweitgrößte Telekom-Anbeiter bald Geschichte sein. Drei Mitbewerber nehmen dafür einen zweistelligen Milliardenbetrag in die Hand. Den Zukauf wollen sie unter sich aufteilen. Bislang sind die Behörden skeptisch.

Der französische Telekommunikationsmarkt wird neu sortiert. Von den vier großen Anbietern bleiben nur drei übrig. Vorausgesetzt, die zuständigen Behörden stimmen zu. Konkret haben sich Bouygues Telecom, Orange und die Free-iliad-Gruppe verständigt, die französischen Geschäfte von Patrick Drahi zu übernehmen, wie sie mitteilen. Für die SFR werden 20,4 Milliarden Euro fällig. SFR ist der zweitgrößte Telekommunikationsbetreiber des Landes. Laut der Zeitung DNA wird Telecom 42 Prozent des Preises, Free-Groupe Iliad 31 und Orange 27 Prozent tragen. Entsprechend werden auch die SFR Anteile vergeben.

Dem Deal, der nun mit einer Absichtserklärung eine neue Stufe erreicht, sind monatelange Verhandlungen vorausgegangen. Ein früheres Angebot des Konsortiums von rund 20 Milliarden US-Dollar war noch abgelehnt worden. Im April schoben die drei ein überarbeitetes, höheres Angebot nach. Nach Abschluss der Transaktion plant das Konsortium, die Vermögenswerte und Kunden von SFR aufzuteilen. Drahis Altice wurde durch den Aufkauf von Vermögenswerten in ganz Europa und in den USA zu einem wichtigen Akteur in der Telekommunikationsbranche.

Die Transaktion wird den französischen Telekommunikationssektor neu gestalten und die Zahl der großen Betreiber von vier auf drei reduzieren – ein Niveau, gegen das sich einige Regulierungsbehörden bisher gesträubt haben. Die Regulierer befürchten, dass dies zu höheren Preisen für die Verbraucher führen könnte.

Führungskräfte aus der Telekommunikationsbranche waren in den vergangenen Jahren bestrebt, auf eine größere Reichweite zu drängen, um den Wettbewerb zu reduzieren und Investitionen in Infrastruktur und neue Technologien zu finanzieren. Das Konsortium erklärte, die Transaktion werde „ein hochgradig wettbewerbsfähiges Ökosystem erhalten und die langfristige Fähigkeit des Sektors stärken, zu investieren, innovativ zu sein und wichtige technologische Veränderungen vorwegzunehmen.“ Die Transaktion soll voraussichtlich in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres abgeschlossen werden, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung.

Marktführer Orange erwartet nach eigenen Angaben vier Millionen neue Mobilfunk- und eine Million Festnetzkunden. Diese und weitere neue Kunden aus der Übernahme stünden für bislang 1,7 Milliarden Euro Umsatz. Perspektivisch erwartet der Konzern ein um rund 900 Millionen Euro höheres operatives Ergebnis pro Jahr. Allerdings sei offen, ob der Deal am Ende tatsächlich zustande komme, hieß es weiter. Laut DNA würde Bouyges 6,4 Millionen Mobilfunk- und Festkunden und Free rund 6 Millionen Kunden übernehmen.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ

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