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Startseite»Nachrichten»Sieg und Gelbes Trikot: Jetzt schlägt Favorit Pogacar bei der Tour de France zu
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Sieg und Gelbes Trikot: Jetzt schlägt Favorit Pogacar bei der Tour de France zu

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 6, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Sieg und Gelbes Trikot

Jetzt schlägt Favorit Pogacar bei der Tour de France zu

06.07.2026 | 17:33 Uhr

Am Sonntag noch überlässt Tadej Pogacar seinem Edelhelfer den Tagessieg, nun macht der Titelverteidiger Ernst. Erst lässt er sein Team viel arbeiten, dann belohnt sich der Slowene mit dem Tagessieg und dem Gelben Trikot.

Dieses Mal bejubelte Rad-Superstar Tadej Pogacar seinen 22. Etappensieg bei der Tour de France mit weit ausgebreiteten Armen. Und holte sich als Belohnung auch noch das Gelbe Trikot von seinem großen Rivalen Jonas Vingegaard. Am Schlussanstieg nach Les Angles gewann der 27-Jährige den Sprint einer größeren Gruppe und verwies Vingegaard auf Platz zwei.

Am Vortag hatte der Vorjahressieger noch seinem Edelhelfer Isaac del Toro den Sieg überlassen, der dieses Mal für ihn am Ende der 195,9 Kilometer den Sprit anzog. Pogacar führt die Gesamtwertung nun an. Mit einem Abstand von weniger als einer Sekunde dahinter folgt sein dänischer Konkurrent.

Der deutsche Hoffnungsträger Florian Lipowitz wurde Etappen-Siebter mit vier Sekunden Rückstand und steht auch in der Gesamtwertung auf diesem Rang. „Es war ein super harter Tag, der Start war super schnell. Und ich habe auch ein bisschen mit der Hitze zu kämpfen gehabt. Aber das Team hat einen super Job gemacht mit Eis und Wasser“, sagte Lipowitz der „ARD“.

Zweitlängste Etappe mit ordentlich Höhenmetern

Vier Bergwertungen und 3850 Höhenmeter mussten die Fahrer bei der ersten Bergetappe überwinden, der zweitlängsten der Rundfahrt. Der letzte Anstieg war aber nur 1,7 Kilometer lang. Eine Ausreißergruppe führte das Rennen lange an, von der am Ende nur noch Alex Baudin übrig blieb. Der Franzose wurde rund zwölf Kilometer vor dem Ziel eingeholt. Pogacars Team leistete im Hauptfeld die Führungsarbeit.

Das Rennen war bei Temperaturen um 30 Grad in den flachen Stücken zu Beginn hektisch. Viele Fahrer versuchten, auf der zweitlängsten Etappe der Rundfahrt in eine Ausreißergruppe zu kommen, unter anderem auch der Deutsche Georg Zimmermann. Das Hauptfeld ließ eine große Gruppe um Mads Pedersen dann ziehen, kontrollierte aber den Abstand.

Noch in Spanien gab es am Col de Toses erstmals bei dieser Tour einen Anstieg der ersten Kategorie zu erklimmen. Dort führten Norwegen-Fans vor der Durchfahrt die Ruder-Choreo vor, die ihre Landsleute gerade bei der Fußball-WM populär gemacht haben.

Deutscher Politt hat Probleme am Rad

Im Anstieg fiel die Gruppe auseinander. Sechs Profis fuhren an der Spitze. Baudin holte sich die Punkte. Im Hauptfeld hatte Nils Politt aus dem Team von Pogacar ein Problem am Rad, konnte aber weiterfahren und nutzte es, um seinen Kollegen frische Trinkflaschen zu holen.

Dann ging es erstmals in diesem Jahr nach Frankreich, wo die Etappe wegen des Waldbrandes angepasst werden musste. „Wir bitten die Öffentlichkeit, sich weder in der Nähe der Rennstrecke noch am Zielort aufzuhalten“, hatte Tour-Chef Christian Prudhomme am Vorabend appelliert. Er danke den Menschen, die an die Strecke kommen wollten „im Voraus für ihr Verständnis und ihre Nachsicht.“ Bei Verstößen drohte eine Geldstrafe. Vereinzelt waren aber schon am Vormittag noch Wohnmobile von Fans an den Straßen und Gruppen in Ortschaften zu sehen.

Fast 4600 Hektar wurden bereits von dem Feuer erfasst, das in einem schwer zugänglichen Gebirgsmassiv rund 70 Kilometer von Les Angles entfernt ausgebrochen ist. 10.000 Menschen wurden evakuiert. Ein Feuerwehrmann sowie ein Anwohner wurden schwer verletzt. Der Brand wurde durch Wind, große Hitze und vor allem durch eine außergewöhnlich hohe Lufttrockenheit angefacht.

Auf der vierten Etappe könnte es eine Chance für Ausreißer oder robuste Sprinter geben. Die 181,9 Kilometer zwischen Carcassonne und Foix sind hügelig, aber ohne Bergwertungen der beiden höchsten Kategorien. Allerdings müssen sich die Profis auf große Hitze einstellen. Temperaturen über 40 Grad sind möglich.

Verwendete Quellen: ntv.de, David Langenbein und Felix Schröder, dpa

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