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Startseite»Nachrichten»Nach Vorwurf von Trump: Brasilien verteidigt Schiri, der Balogun Rot zeigte
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Nach Vorwurf von Trump: Brasilien verteidigt Schiri, der Balogun Rot zeigte

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 6, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Nach Vorwurf von Trump

Brasilien verteidigt Schiri, der Balogun Rot zeigte

Donald Trump führt sich als Fußball-Experte auf und diskreditiert den brasilianischen Schiedsrichter Raphael Claus für dessen Rote Karte gegen US-Torjäger Folarin Balogun. Jetzt schlägt Brasiliens Verband zurück.

In der „Causa Balogun“ hat sich der brasilianische Fußballverband CBF eingeschaltet und seinen Schiedsrichter Raphael Claus verteidigt. Der 46-jährige war wegen seiner Erentscheidung im WM-Sechzehntelfinale zwischen den USA und Bosnien-Herzegowina ins Visier von US-Präsident Donald Trump geraten. Trump hatte Claus mit Blick auf dessen Vergangenheit als „ein bisschen suspekt“ bezeichnet. Der CBF nahm Claus hingegen demonstrativ in Schutz.

„Der CBF weist jede Andeutung zurück, die die Integrität von Raphael Claus in Frage stellt. Er ist ein vorbildlicher Fachmann, dessen Karriere durch technische Bewertungen, konstante Leistungen und das Vertrauen der wichtigsten nationalen und internationalen Wettbewerbe umfassend untermauert wird“, heißt es in einer Stellungnahme, die der brasilianischen Zeitung „Globo“ vorliegt.

Claus hatte US-Stürmer Folarin Balogun wegen eines Fouls an Tarik Muharemovic am vergangenen Donnerstag die Rote Karte gezeigt, wodurch Balogun ursprünglich für das Achtelfinale gegen Belgien am Dienstag (2 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV sowie im ntv.de-Liveticker) aufgrund der auferlegten Sperre gefehlt hätte.

Bei dieser roten Karte soll Trump interveniert haben

Trump ledert gegen Schiedsrichter

Anschließend hatte Trump bei FIFA-Präsident Gianni Infantino angerufen, um sich über die Ein-Spiel-Sperre von Balogun zu beschweren. Die Sperre von Balogun wurde letztlich aufgehoben. Infantino betonte, dass das Präsidium des Weltverbandes auf die Entscheidung keinen Einfluss gehabt habe.

Als Trump gegenüber Reportern im Weißen Haus zugab, mit Infantino wegen Balogun gesprochen zu haben, war er dabei auch auf Schiedsrichter Claus zu sprechen gekommen. „Er hat eine Entscheidung getroffen, die niemand glauben konnte“, kritisierte Trump. Balogun sei der beste Spieler der USA, „und er hat ihm die Rote Karte gegeben. Ich wusste gar nicht, was das bedeutet.“

Während Trump mit seinem Anruf bei seinem Freund Infantino weltweit einen Aufschrei wegen einer möglichen Einflussnahme auf die Entscheidungsfindung der FIFA auslöste, stärkte der CBF die Position seines Schiedsrichters: „Der CBF bekräftigt sein Bekenntnis zur Wahrheit, zur Transparenz und zur kompromisslosen Verteidigung seiner Fachleute.“

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/sid

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