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Startseite»Nachrichten»Zwischen USA und Mexiko: US-Behörden zeigen ausgeklügeltes Drogen-Tunnelsystem
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Zwischen USA und Mexiko: US-Behörden zeigen ausgeklügeltes Drogen-Tunnelsystem

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 15, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Zwischen USA und MexikoUS-Behörden zeigen ausgeklügeltes Drogen-Tunnelsystem

Der Tunnel ist mehr als einen halben Kilometer lang. (Foto: U.S. Department of Justice)

In Kalifornien enthüllt ein anstehender Prozess die perfide Präzision des Drogenhandels: Tunnel, Tonnen harter Drogen, Waffen. Dem mutmaßlichen Drogenboss Genaro Lopez droht lebenslang – nach Jahren auf der Flucht.

Das Strafverfahren gegen einen mutmaßlichen Drogenboss in den USA ermöglicht ungewöhnliche Einblicke in die Professionalität des Drogenhandels. Der angeklagte 54-jährige Genaro Lopez muss sich wegen Verschwörung zum Vertrieb und zur Einfuhr von Betäubungsmitteln verantworten. Ihm droht lebenslange Haft.

Bei einer Drogenrazzia im Jahr 2021 in Chula Vista im Süden des US-Bundesstaates Kalifornien waren 241 Kilo Kokain, acht Schusswaffen, darunter zwei nicht registrierte Geisterpistolen, Munition, mehrere Magazine und 40.000 Dollar Bargeld beschlagnahmt worden. Vier Angestellte von Lopez wurden damals festgenommen und später angeklagt und verurteilt. Lopez selbst war zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht anwesend und wurde erst im März dieses Jahres nach Jahren auf der Flucht in Mexiko gefasst und schließlich an die USA ausgeliefert.

Bei den weiteren Ermittlungen gelang den US-Beamten dann bei einer Razzia 2022 in National City an der Grenze zu Mexiko ein noch größerer Coup. Sie waren auf ein Drogenversteck in einem Gewerbegebiet aufmerksam geworden, nachdem mehrere verdächtige Autos das Gebäude verlassen hatten. Die Polizei beschlagnahmte daraufhin knapp 800 Kilogramm Kokain, 74,8 Kilogramm Methamphetamin und 1,6 Kilogramm Fentanyl.

Professionell ausgebautes System

Vor allem aber machten sie eine erschreckende Entdeckung. Denn unter dem Versteck befand sich ein Tunnel, der bis ins mexikanische Tijuana führte. Bilder des US-Justizministeriums zeigen einen dunklen, professionell ausgebauten Tunnel, der nach Angaben der Behörden schätzungsweise 532 Meter lang, 18,6 Meter tief und 1,2 Meter breit war. Der Tunnel verfügte über Belüftung, Strom und ein Schienensystem.

Der „New York Post“ zufolge wurden in dem Tunnel sechs Personen festgenommen, von denen fünf inzwischen ein Geständnis abgelegt haben und verurteilt wurden. In einer ersten Anhörung plädierte Lopez auf nicht schuldig, bei einem weiteren Termin im August soll unter anderem der Prozessbeginn festgelegt werden.

Quelle: ntv.de, sba

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