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Startseite»Nachrichten»Bis 2035: Heimatschutzdivision soll „auf weit über 10.000 Soldaten wachsen“
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Bis 2035: Heimatschutzdivision soll „auf weit über 10.000 Soldaten wachsen“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 20, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Bis 2035Heimatschutzdivision soll „auf weit über 10.000 Soldaten wachsen“

Heimatschützer bei einer Bundeswehr-Übung. (Archivbild) (Foto: Focke Strangmann/dpa)

Wegen der Bedrohung durch Russland soll die Bundeswehr an Stärke gewinnen. Allein die Heimatschutzdivision soll um mehrere tausend Soldaten wachsen. Denn mit der bisherigen Größe wäre die Division in einem längeren Konflikt nicht gut aufgestellt, warnt Generalmajor Henne.

Die Heimatschutzdivision der Bundeswehr soll ihrem Kommandeur zufolge bis 2035 deutlich größer werden. „Wir haben ja im Moment eine avisierte Stärke von 6500 Soldatinnen und Soldaten. Wir werden aber bis 2035 auf weit über 10.000 Soldaten wachsen“, sagte Generalmajor Andreas Henne dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ („RND“).

„Wir werden Heimatschutzbataillone aufstellen. Wir werden Unterstützungsbataillone aufstellen. Und wir werden eine signifikant höhere Zahl an Soldatinnen und Soldaten haben“, sagte er. Henne betonte: Die bisherige Zahl reiche aus, um eine Anfangsbefähigung herzustellen. „Wir können schon jetzt Infrastruktur sichern, wir können schon jetzt Freedom of movement machen.“ Aber für einen längeren Konflikt reiche die bisherige Zahl nicht aus.

Die Bundeswehr hatte im vergangenen Jahr eine neue Division für den Heimatschutz in Deutschland aufgestellt. Die Division ist der vierte Großverband des Heeres. Die Soldaten der Heimatschutzdivision – zunächst insgesamt etwa 6000 Männer und Frauen – sollen Infrastruktur wie Häfen, Flughäfen, Brücken, Bahnlinien und Energieanlagen schützen, einen Truppenaufmarsch Verbündeter absichern und Amtshilfe bei Katastrophen leisten können.

Wegen der veränderten Sicherheitslage nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hat der Heimatschutz mehr Bedeutung bekommen und soll verstärkt werden. In Friedenszeiten unterstützten Heimatschützer andere Einheiten der Bundeswehr bei Sicherungsaufgaben, der Objektsicherung und logistischen Abläufen. Sie helfen auch bei der Bewältigung von Naturkatastrophen oder schweren Unfällen.

Immer mehr Verweigerer erklären Verzicht

Mit Blick auf Kriegsdienstverweigerer berichtet das „RND“, dass immer mehr von ihnen ihre Entscheidung rückgängig machen. Das sagte dem Medium eine Sprecherin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Demnach gingen 2023 beim Bundesamt 536 entsprechende Verzichtserklärungen ein. 2024 waren es 626, 2025 dann 781 und im ersten Halbjahr 2026 schließlich 402. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr würde das einen neuen Rekord bedeuten.

Um die Verweigerung zu wiederrufen, reiche eine formlose Erklärung samt Unterschrift aus. „Wird der Antrag auf Kriegsdienstverweigerung zurückgezogen beziehungsweise der Verzicht erklärt, so gilt die antragstellende Person rechtlich nicht mehr als Kriegsdienstverweigerer und unterliegt im Falle einer Reaktivierung der Wehrpflicht beziehungsweise im Spannungs- oder Verteidigungsfall wieder der uneingeschränkten Wehrpflicht“, so die Sprecherin.

Nach Angaben des Bundesamtes steigt neben der Zahl der Wiederrufe allerdings auch die Zahl der Kriegsdienstverweigerer. Waren es 2023 noch 1079, so wuchs sie 2024 bereits auf 2249 und 2025 auf 3879. Bis zum 30. Juni dieses Jahres seien bereits 5862 Anträge eingegangen.

Quelle: ntv.de, nbr/dpa

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