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Startseite»Politik»Deutsche Bahn plant bundesweites Alkoholverbot an Bahnhöfen
Politik

Deutsche Bahn plant bundesweites Alkoholverbot an Bahnhöfen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 21, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 21.07.2026 • 07:49 Uhr

Die Deutsche Bahn will künftig an allen Bahnhöfen ein Alkoholverbot durchsetzen. Sie verspricht sich mehr Sicherheit für Mitarbeiter und Reisende. In Hamburg etwa hat man damit bereits gute Erfahrungen gemacht.

Die Deutsche Bahn plant ein Alkoholverbot an allen 5.400 Bahnhöfen in Deutschland. Künftig soll bundesweit untersagt sein, auf Bahnsteigen oder in Bahnhofshallen außerhalb der Bahnhofsgastronomie Bier, Wein, Schnaps oder anderen Alkohol zu trinken. Einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung bestätigte die Bahn gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Die Maßnahme soll demnach zum Schutz von Mitarbeiterin und Reisenden sein. „Wir wollen mehr Ordnung und Sicherheit auf unseren Bahnhöfen und in unseren Zügen“, erklärte Bahnchefin Evelyn Palla. Das Verbot soll demnach bis zum 15. Oktober deutschlandweit umgesetzt werden.

Ein solches Verbot gilt bisher bereits in Hamburg, München, Frankfurt und anderen großen Städten. Nun will die Bahn es an allen Bahnhöfen durchsetzen. Dafür sollen nun in Abstimmung mit Kommunen und Behörden die jeweiligen Hausordnungen angepasst werden.

Platzverweis und Hausverbot drohen

Wer gegen das Trinkverbot verstößt, dem droht künftig ein Platzverweis oder bei Wiederholung ein Hausverbot. Das Verbot beziehe sich auf Alkoholkonsum auf Bahnsteigen und in Bahnhofshallen, hieß es. Das Mitführen verschlossener Getränke soll nicht verboten werden. Sicherheitskräfte der Bahn und von der Bundespolizei sollen die Maßnahme kontrollieren.

In Hamburg etwa hat die Bahn mit einem Alkoholverbot bereits gute Erfahrungen gemacht. Nachdem der Konsum von Alkohol dort im April 2024 verboten wurde, ging die Zahl der Konflikte und Auseinandersetzungen merklich zurück. Das Sicherheitsgefühl für Reisende habe sich verbessert und der Reinigungsaufwand sei zurückgegangen, hieß es in einer ersten Bilanz.

Zuletzt hatte die Gewalt in Zügen und an Bahnhöfen laut Zahlen der Bundespolizei zugenommen. Anfang des Jahres sorgte ein tödlicher Angriff auf einen Zugbegleiter bundesweit für Entsetzen. Die Bahn rief wegen der gestiegenen Zahl der Übergriffe gegen ihre Mitarbeiter einen Sicherheitsgipfel ein.

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