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Startseite»Nachrichten»Nach tödlicher Attacke in Bank: Angreifer von Regensburg stellte sich Stunden vor der Tat der Polizei
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Nach tödlicher Attacke in Bank: Angreifer von Regensburg stellte sich Stunden vor der Tat der Polizei

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Nach tödlicher Attacke in BankAngreifer von Regensburg stellte sich Stunden vor der Tat der Polizei

Nach dem Messerangriff in Regensburg war die Spurensicherung am Tatort im Einsatz. (Foto: dpa)

Im bayerischen Regensburg überfällt ein junger Mann eine Bankfiliale. Er tötet einen Mitarbeiter mit einem Messer – Geld erbeutet er nicht. Dass der mutmaßliche Täter weniger als 24 Stunden vor dem Angriff die Polizei aufsucht, wirft Fragen zu seinem Motiv auf.

Der 20 Jahre alte Mann, der in Regensburg mutmaßlich einen Bankmitarbeiter umgebracht hat, sitzt wegen Mordverdachts sowie wegen des Verdachts der versuchten schweren räuberischen Erpressung in Untersuchungshaft. Das gab Staatsanwalt Thomas Schug in Regensburg bekannt. Ein von seiner Behörde beantragter Haftbefehl sei von einer Ermittlungsrichterin erlassen worden.

Es gebe derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass der Mann schuldunfähig sei. Er werde aber untersucht. Drogen seien bei dem 20-Jährigen nicht gefunden worden, sagte Polizei-Einsatzleiter Erwin Frankl.

Der bei dem Messerangriff in Regensburg getötete Bankmitarbeiter war nach ersten Erkenntnissen der Ermittler wohl ein Zufallsopfer des 20-Jährigen. Das Motiv des mutmaßlichen Täters sei bislang noch „relativ unklar“, sagte Robert Fuchs von der Kriminalpolizei Regensburg bei der Pressekonferenz.

Der mutmaßliche Angreifer habe einen Zettel in der Bank dabeigehabt, auf dem etwas von einem Überfall und einem Bankraub gestanden habe, sagte Fuchs. Dann habe er ein Küchenmesser in die Luft gehalten, sei an dem Tresen vorbei zu dem Mitarbeiter gegangen und habe mehrfach auf den Mann eingestochen. Danach habe sich der Angreifer in andere Räume zurückgezogen. Bargeld hätte der 20-Jährige in der Filiale laut Polizei ohnehin nicht erbeuten können. Es handle sich um eine bargeldlose Filiale.

Mann war kurz zuvor in Polizeigewahrsam

Wie die Ermittler weiter berichteten, war der Mann weniger als 24 Stunden vor der Tat in Polizeigewahrsam. Er sei zur Polizei gekommen und habe sich selbst stellen wollen, unter anderem weil er seinen Angaben zufolge eine Bierflasche auf ein Polizeigelände geworfen habe, sagte Frankl. Es habe jedoch keine Haftgründe gegeben, weswegen der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt worden sei.

Der junge Mann sei in den vergangenen Jahren wiederholt polizeilich wegen kleinerer Delikte in Erscheinung getreten. Unter anderem sei er mehrmals vermisst worden, als er nicht rechtzeitig in eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung zurückgekehrt war.

Quelle: ntv.de, nbr/dpa

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