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Startseite»Nachrichten»„Zeichen der Wertschätzung“: Stadt stellt erstmals Hinweisschild für muslimisches Gebet auf
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„Zeichen der Wertschätzung“: Stadt stellt erstmals Hinweisschild für muslimisches Gebet auf

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Zeichen der Wertschätzung“Stadt stellt erstmals Hinweisschild für muslimisches Gebet auf

Die Kleinstadt Penzberg macht an den Ortseingängen auf das muslimische Freitagsgebet aufmerksam. (Foto: Lukas Barth-Tuttas/dpa)

Üblicherweise zeigen Gottesdiensttafeln an Ortseingängen hierzulande zwei Symbole: ein gelbes für die katholische und ein violettes für die evangelische Kirche. Nun ergänzt eine Kleinstadt in Oberbayern einen Hinweis auf ein muslimisches Gebet – und setzt damit bundesweit ein Zeichen.

Im oberbayerischen Penzberg werden Autofahrer bei der Fahrt in die Stadt künftig auch auf das Freitagsgebet der islamischen Gemeinde hingewiesen. An den vier Stellen, an denen bislang nur auf die Gottesdienste der katholischen und der evangelischen Gemeinde hingewiesen wurde, soll künftig ein drittes Schild für das Freitagsgebet zu sehen sein.

Nach Angaben des Penzberger Imams Benjamin Idriz ist dies bundesweit einmalig. „Nach unserem Kenntnisstand handelt es sich tatsächlich um das erste offizielle kommunale Hinweisschild in Deutschland, das gemeinsam mit den Gottesdienstzeiten der katholischen und evangelischen Kirchen auch auf das muslimische Freitagsgebet aufmerksam macht“, sagte er. Ein Sprecher der Stadtverwaltung erklärte, dass die Kommune selbst diesbezüglich keinen Überblick habe.

Bislang hat die Stadt an einer Zufahrtsstraße ein entsprechendes Schild für das Freitagsgebet der islamischen Gemeinde angebracht. An drei weiteren Orten in Penzberg sollen ebenfalls noch entsprechende Hinweistafeln montiert werden. Die Glaubensgemeinschaft Landkreis Weilheim-Schongau zählt zu den bekanntesten islamischen Gemeinden in Bayern. Im Jahr 2019 hatte auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Gemeinde besucht.

Für Idriz ist das neue Schild „ein Zeichen der Wertschätzung, der Gleichbehandlung der Religionsgemeinschaften und der gelebten Religionsfreiheit“. „Gerade in einer Zeit, in der Vorurteile, Hass und Polarisierung zunehmen, senden solche sichtbaren Zeichen eine wichtige Botschaft: Menschen unterschiedlichen Glaubens gehören selbstverständlich zu unserer Gesellschaft und begegnen einander mit Respekt“, betonte der Imam.

Nach Angaben der Stadt entstand die Idee, als bei einer Gesprächsrunde zwischen dem Bürgermeister und den Vertretern der verschiedenen Religionen über eine Erneuerung der alten, verblichenen Gottesdienst-Infotafeln geredet wurde. Dabei sollte dann auch eine Tafel für das Freitagsgebet ergänzt werden.

Quelle: ntv.de, nbr/dpa

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