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Startseite»Nachrichten»Kulturkampf in Washington: Trump ordnet Warnschilder vor renommiertem Museum an
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Kulturkampf in Washington: Trump ordnet Warnschilder vor renommiertem Museum an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 25, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Kulturkampf in WashingtonTrump ordnet Warnschilder vor renommiertem Museum an

Trump gefällt nicht, was hier gezeigt wird. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Ein kritischer Blick auf die Geschichte der USA ist nichts, was der US-Präsident in den Museen der Hauptstadt sehen möchte. In Washington sollen auf Trumps Geheiß Warnschilder vor einer Ausstellung aufgestellt werden.

US-Präsident Donald Trump will ein ihm missliebiges Museum zur amerikanischen Geschichte mit Warnschildern vor dem Eingang brandmarken. Entlang der Wege, die zum National Museum of American History in Washington führen, sollen die Hinweistafeln angebliche Falschinformationen in Ausstellungen korrigieren, wie aus einer vom Weißen Haus veröffentlichten Anordnung Trumps hervorgeht. Damit werde die „ideologische Vereinnahmung“ des Museums gekontert, hieß es zur Begründung. 

Mit dem Dekret verschärft die US-Regierung ihr Vorgehen gegen renommierte Museen in der Hauptstadt. Beobachter werfen Trump Geschichtsklitterung vor und die Unterdrückung unbequemer Wahrheiten, etwa über Sklaverei und Unterdrückung von Minderheiten. In seinem Kulturkampf sei Trump auch bereit, die künstlerische Freiheit und freie Meinungsäußerung einzuschränken – ein Vorwurf, den umgekehrt auch die politische Rechte linksliberalen Kreisen in den USA macht.

Das National Museum of American History gehört zur Smithsonian Institution, die zahlreiche berühmte Ausstellungshäuser im Herzen Washingtons betreibt. Sie ziehen Touristen aus aller Welt an. Die Warnschilder sollen nach Darstellung der Regierung verlässliche Auskünfte zur Geschichte Amerikas geben, die den Besuchern vorenthalten würden. Wann genau sie aufgestellt werden sollen, ging aus der Anordnung nicht hervor.

Geschichte soll patriotisch dargestellt werden

Die Trump-Regierung wirft der Leitung der Smithsonian-Institution schon länger vor, Ausstellungen zu zeigen, die ideologisch motiviert seien. Trump beruft sich in der neuen Anordnung auf einen von ihm angestoßenen Untersuchungsbericht. Dieser kommt zum Schluss, dass man der derzeitigen Leitung nicht vertrauen könne, die Geschichte Amerikas „ehrlich“ zu vermitteln.

Bereits vor einem Jahr hatte die Trump-Regierung Ausstellungen in berühmten Museen in Washington kontrollieren lassen. Im Kontext des 250. Gründungsjubiläums der USA sollten Ausstellungstexte, Wandbeschriftungen, Webseiten und Bildungsmaterialien auf Tonfall, historische Einordnung und „Übereinstimmung mit amerikanischen Idealen“ untersucht werden.

Davor hatte Trump per Dekret verordnet, dass Museen auf Geschichtsdarstellungen im Sinne der Regierung hinzuarbeiten haben. Der Republikaner behauptet, im vergangenen Jahrzehnt habe es „konzertierte und weit verbreitete Versuche gegeben, die Geschichte unseres Landes umzuschreiben und Fakten durch ein verzerrtes Narrativ zu ersetzen, das eher von Ideologie als von Wahrheit bestimmt ist“. Im Sinne des Patriotismus solle „das unvergleichliche Erbe unserer Nation“ nicht länger als sexistisch, rassistisch oder unterdrückerisch dargestellt werden.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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