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Startseite»Nachrichten»Saudi-Arabien fängt zwei Raketen aus dem Jemen ab
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Saudi-Arabien fängt zwei Raketen aus dem Jemen ab

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 25, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Nahost-Krieg weitet sich ausSaudi-Arabien fängt zwei Raketen aus dem Jemen ab

Während einer Militärparade der Huthi-Miliz in Sanaa, Jemen, sind ballistische Langstreckenraketen zu sehen. Die Geschosse sollten zwei Ölraffinerien treffen, konnten allerdings abgefangen werden. (Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und Jemen schwelt schon seit Jahren, nun kommt es zu einer weiteren Eskalation. Die Huthi-Miliz greift zwei Ölraffinerien in Saudi-Arabien an. Die Langstreckenraketen können jedoch abgefangen werden.

Die saudiarabische Luftabwehr hat zwei aus dem Jemen abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen. Die Geschosse hätten Ölraffinerien in der Hafenstadt Janbu am Roten Meer zum Ziel gehabt, heißt es aus griechischen Sicherheitskreisen. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor.

Den Angaben zufolge wurde das Abwehrsystem von griechischem Militärpersonal bedient. Später habe das griechische Patriot-System in der Region Janbu eine aus dem Jemen gestartete Drohne abgeschossen, wie es in den Sicherheitskreisen weiter hieß.

Der Zivilschutz in Saudi-Arabien hatte mehrere Warnungen für Janbu herausgegeben und später mitgeteilt, die Gefahr sei vorüber. Eine Warnung wurde zudem für die rund 1000 Kilometer weiter südlich nahe der Grenze zum Jemen gelegene Hafenstadt Dschaisan ausgesprochen.

Huthi-Miliz verhängt Seeblockade

Der Angriff erfolgte einen Tag, nachdem das US-Militär erneut Luftangriffe auf den Iran geflogen hatte. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag dem Iran und den mit ihm verbündeten Huthi-Miliz im Jemen mit einer „umfassenden militärischen Bestrafung“ gedroht. Zuvor hatten die Huthis erklärt, sie hätten am Donnerstag zwei saudiarabische Tanker im Roten Meer angegriffen.

Die Huthis, die den Norden und Westen des Jemens kontrollieren, haben eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt. Das Königreich leitet täglich Millionen Barrel Öl über eine Pipeline zum Roten Meer um, um die nahezu vollständige Blockade der Straße von Hormus am Persischen Golf durch den Iran zu umgehen.

Eine vorläufige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges war vor zwei Wochen gescheitert. Die US-Streitkräfte griffen Ziele im Süden des Irans an und begründeten dies mit einer Störung der Schifffahrt in der Straße von Hormus durch die Islamische Republik.

„Wir haben geladen und entsichert“

Die Führung in Teheran reagierte mit Angriffen auf US-Militäreinrichtungen in benachbarten arabischen Ländern. Eine von Saudi-Arabien geführte Koalition, die die Huthis im Jemen bekämpft, teilte mit, sie habe in den vergangenen Tagen nach den Angriffen auf saudiarabische Tanker militärische Stellungen der Miliz angegriffen.

Trump hatte zuletzt damit gedroht, die Angriffe auf Energieanlagen und Brücken im Iran auszuweiten, Bodentruppen zur Einnahme des Öl-Knotenpunkts auf der Insel Charg zu entsenden und eine tief unter der Erde liegende, mit dem Atomprogramm in Verbindung stehende Anlage zu bombardieren.

Am Freitag sagte er jedoch, er habe noch keine Entscheidung über neue größere Angriffe getroffen. „Wir reden mit ihnen“, sagte er vor der Presse mit Bezug auf den Iran. Er glaube, der Iran nehme die Sache ernst. Zugleich erklärte er: „Wir haben geladen und entsichert. Wir sind bereit.“

Blockade heizt Inflation weiter ein

In dem seit fast fünf Monaten andauernde Krieg, der mit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar begonnen hat, wurden Tausende Menschen getötet. Die Inflation wurde weltweit angeheizt und Ängste vor einem wirtschaftlichen Abschwung geschürt.

Die Blockade des Roten Meeres seitens der Huthis stellt eine erhebliche Eskalation des Konflikts dar, die die weltweite Ölversorgung weiter zu stören droht. Der Preis für die Nordseesorte Brent LCOc1 stieg in dieser Woche erstmals seit Mai wieder auf 100 Dollar je Barrel.

Quelle: ntv.de, kaz/rts

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