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Startseite»Nachrichten»Schreckmoment bei Tour de France: Zaun rettet Profi vor dem Abgrund
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Schreckmoment bei Tour de France: Zaun rettet Profi vor dem Abgrund

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 25, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Schreckmoment bei Tour de France

Zaun rettet Profi vor dem Abgrund

25.07.2026 | 20:46 Uhr

Mit dem Etappensieg vor Augen kommt es für Radprofi Sepp Kuss beinahe zu einem dramatischen Unfall.

Das hätte böse ausgehen können: Auf der 19. Etappe der Tour de France liegt Sepp Kuss wenige Kilometer vor dem Ziel in Alpe d’Huez knapp eine halbe Minute vor Bergkönig Richard Carapaz in Führung, als das Sturzpech doppelt zuschlägt: Erst kommt der US-Amerikaner bei der Ausfahrt aus einem kurzen Tunnel zu Fall. Der Schaden ist nur oberflächlich, Kuss rappelt sich schnell wieder auf und jagt weiter.

Doch wenige Augenblicke später wird es beinahe dramatisch: Der Jumbo-Visma-Profi wird aus einer Kurve getragen und landet auf einem kleinen Mäuerchen – mit dem Abgrund im Rücken.

Glück für Kuss, der sich auf dem mythischen Anstieg hinauf nach Alpe d’Huez auf 1800 Metern aus einer kleinen Spitzengruppe abgesetzt hatte: Sein Sturz wurde von einem Netz aufgehalten, das an der neuralgischen Stelle installiert war. „Wenn er da rüberfällt und da kein Zaun ist, rollt der jetzt noch Richtung Tal. Da gibt es kein Halten mehr. Zum Glück gibt es da solche Zäune“, atmete Ex-Profi Rolf Aldag bei Eurosport durch. Nur Zentimeter hinter der Stelle, an der Kuss auf der Mauer landete, ging es Hunderte Meter steil hinab.

Kuss, der seinen zweiten Etappensieg bei der Tour ganz dicht vor Augen hatte, pustete im Ziel kräftig durch: „Ich dachte, ich hätte die richtige Linie gewählt. Zum Glück gab es Sicherheitsnetze.“

„War nicht bei klarem Verstand“

Er sei „nicht ganz bei klarem Verstand“ gewesen, sagte Kuss gegenüber France Télévisions. „Die Anstrengung war unglaublich. Ich habe versucht, den Abstand zu Richard Carapaz zu halten. Ich wusste, dass er nicht weit weg war und bis zum Schluss kämpfen würde. Ich habe versucht, in jeder Kurve so viel Zeit wie möglich herauszuholen.“

Tour-Direktor Christian Prudhomme hatte die 19. Etappe als „härteste Bergetappe in der Geschichte der Tour“ anmoderiert, bereits am Vortag hatten die Tour-Planer die verbliebenen Profis nach Alpe d’Huez hochgejagt.

Kuss‘ Anstrengungen waren am Ende umsonst: Während der als Edelhelfer von Jonas Vingegaard in die Tour gestartete Kuss sich noch von seinem zweiten Missgeschick erholte, flog der spätere Sieger Carapaz vorbei. Auch der Tour-Zweite Remco Evenepoel fing den ausgelaugten US-Amerikaner noch ab.

Verwendete Quellen: ntv.de, ter

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