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Startseite»Nachrichten»Harte Pentagon-Vorgaben: Ukraine lässt USA in Sachen Drohnen alt aussehen
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Harte Pentagon-Vorgaben: Ukraine lässt USA in Sachen Drohnen alt aussehen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 28, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Harte Pentagon-VorgabenUkraine lässt USA in Sachen Drohnen alt aussehen

Ein Soldat der ukrainischen K-2-Brigade startet eine Mittelstrecken-Drohne in Richtung russischer Stellungen. Die Ukraine wird dieses Jahr voraussichtlich sechs bis sieben Millionen kleine Angriffsdrohnen produzieren. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die USA brüsten sich regelmäßig mit ihrer militärischen Stärke. Zumindest in einer Kategorie liegt die Ukraine jedoch weit vorne. Das liegt auch an strikten Vorgaben, was die Bauteile militärischer Drohnen in den USA angeht.

Das US-Militär hinkt beim Aufbau einer eigenen Drohnenproduktion der Ukraine nach offiziellen Angaben weit hinterher. Die USA befänden sich in der schwierigsten Anfangsphase, sagte Travis Metz, der das Drohnenprogramm des US-Verteidigungsministeriums leitet. Während die Ukraine in diesem Jahr voraussichtlich sechs bis sieben Millionen kleine Angriffsdrohnen produzieren werde, komme das 1,1 Milliarden Dollar schwere US-Programm bis Februar auf insgesamt knapp 200.000 bestellte Exemplare. Der Weg von null auf 200.000 sei jedoch deutlich schwerer als die spätere Ausweitung der Produktion, erklärte Metz.

Erschwert werde der Aufbau zudem durch neue Vorgaben des Pentagons, wonach militärische Drohnen künftig vollständig aus US-Bauteilen bestehen sollen, sagte Metz. Bisher enthielt der Großteil der gekauften Drohnen Metz zufolge wahrscheinlich chinesische Motoren. Bei einem anstehenden Testlauf im August seien Bauteile wie Motoren oder Akkus aus China nun strikt untersagt.

Sechs ukrainische Unternehmen, die an den Tests im Bundesstaat Colorado teilnehmen, müssen als Bedingung für künftige Aufträge ihre Produktion in die USA verlagern. Dazu hätten sie bereits Joint Ventures mit US-Herstellern gegründet oder bereiteten dies vor. Metz zeigte sich zuversichtlich, dass die USA letztlich mit der ukrainischen Drohnenindustrie gleichziehen werden: „Ich sehe keinen Grund, warum wir hier nicht auch Weltmeister sein sollten.“ 

Fast viereinhalb Jahre nach Beginn der russischen Offensive in der Ukraine gibt es weiterhin keine konkreten Aussichten auf ein Ende der Kämpfe. Beide Seiten verstärkten zuletzt ihre Luftangriffe. Dabei führt die ukrainische Armee zunehmend auch Angriffe tief im russischen Staatsgebiet aus. Kiew will mit den Angriffen Moskau zurück an den Verhandlungstisch zwingen.

Quelle: ntv.de, toh/rts/AFP

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