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Startseite»Politik»Neue Angriffe dürften DAX belasten
Politik

Neue Angriffe dürften DAX belasten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 29, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Marktbericht

Stand: 29.07.2026 • 08:24 Uhr

Neue Angriffe im Iran-Krieg dürften den deutschen Aktienmarkt zum Start belasten. Die Börsen in Fernost stehen weiter unter Druck. Das Zahlenwerk der Deutschen Bank dürfte dagegen gut ankommen.

Nach wenigen Tagen Ruhe ist der Iran-Krieg wieder aufgeflammt. Offenbar hat das iranische Regime US-Militärziele in Jordanien attackiert, während die USA gemeinsam mit Saudi-Arabien Iran-freundliche Milizen im Irak ins Visier nahmen.

Daraufhin zogen die Ölpreise wieder an. Am Morgen kostete Brent-Öl mit über 87 Dollar rund vier Prozent mehr. Das hat die Märkte in Fernost unter Druck gesetzt. In Tokio hat der Nikkei-Index bisher rund zwei Prozent verloren, der südkoreanische Kospi-Index bricht um weitere fünf Prozent ein.

Erneut werden vor allem Technologiewerte verkauft. Schon gestern hatte sich die Talfahrt bei den Chiptiteln in Asien beschleunigt.

Der DAX dürfte vor diesem Hintergrund mit Abschlägen in den Tag starten. Erste Indikationen sehen den Leitindex zum Handelsstart rund 0,6 Prozent tiefer.

An der amerikanischen Nasdaq hatten die Kurse gestern Abend nur um moderate 0,2 Prozent nachgegeben. Der Dow Jones hatte um ein Prozent zugelegt.

Angesichts der Sorgen um um den Fortgang der KI-Rally stehen heute vor allem die Quartalszahlen der US-Technologieriesen Microsoft und Meta im Fokus, die aber erst nach US-Börsenschluss erwartet werden. Die Zahlen gelten ebenso die von Apple und Amazon am Donnerstag als wichtiger Test, ob die KI-getriebene Rally noch Luft nach oben hat.

Zudem steht am Abend der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed an. Eine Zinsänderung wird mehrheitlich nicht erwartet. Die US-Notenbanker dürften den Leitzins also zum fünften Mal in Folge in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent halten. Zuletzt hatte der neue Notenbankchef Kevin Warsh aber seine Entschlossenheit bekräftigt, die Inflation zu bekämpfen.

Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal dank ihrer Investmentbank überraschend einen Gewinn auf Rekordniveau erzielt. Das Vorsteuerergebnis war mit 2,68 Milliarden Euro nur minimal geringer als im gleichen Zeitraum des Rekordjahres 2007. Unter dem Strich steht dieses Mal ein Gewinn von 1,64 Milliarden Euro – zehn Prozent mehr als im Vorjahr, aber etwas weniger als 2007. Im zweiten Halbjahr möchte die Bank weitere 500 Millionen Euro für den Rückkauf eigener Aktien ausgeben.

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF kommt bei seinem Sparprogramm und Konzernumbau voran. „Wir haben unsere Kosten gesenkt, die Investitionsausgaben reduziert und die Auslastung unserer Anlagen erhöht“, sagte Unternehmenschef Markus Kamieth. Von Januar 2024 bis Ende Juni 2026 habe das Unternehmen weltweit rund 7.000 Stellen abgebaut. Vor zwei Wochen hatte BASF bereits vorläufige Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt und das Gewinnziel erhöht. Diese bestätigte der DAX-Konzern nun.

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