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Startseite»Politik»Staat tief im Minus: Schulden steigen auf 2.662,2 Milliarden Euro
Politik

Staat tief im Minus: Schulden steigen auf 2.662,2 Milliarden Euro

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 29, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 29.07.2026 • 11:47 Uhr

Bei Bund, Ländern und Kommunen – überall steigt die Verschuldung. Sie liegt nun bei insgesamt 2.662,2 Milliarden Euro. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von fast 32.000 Euro.

Die Schulden des deutschen Staates sind im vergangenen Jahr auf den Rekordstand von 2.662,2 Milliarden Euro gestiegen – auch wegen höherer Verteidigungsausgaben. Die Schulden lagen damit sechs Prozent oder 151,4 Milliarden Euro höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Pro-Kopf-Verschuldung steigt auf fast 32.000 Euro

Die Summe entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland von 31.887 Euro. Das waren 1.821 Euro oder 6,1 Prozent mehr als Ende 2024. Gezählt werden Verbindlichkeiten gegenüber dem nicht-öffentlichen Bereich, wozu etwa Kreditinstitute und private Unternehmen im In- und Ausland gehören.

Es handelt sich um Schulden, die der öffentliche Gesamthaushalt – das sind Bund, Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände sowie die Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte – beim sogenannten nicht-öffentlichen Bereich haben. Dazu gehören beispielsweise Kreditinstitute und private Unternehmen.

Bund allein mit 1.840,4 Milliarden Euro verschuldet

Der Bund war mit 1.840,4 Milliarden Euro verschuldet, das waren 6,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. „Insbesondere zusätzliche Verteidigungsausgaben haben 2025 die Verschuldung hier angeschoben“, sagte Ökonom Jens Boysen-Hogrefe vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) der Nachrichtenagentur Reuters.

Trotz erster Sparanstrengungen dürfte die Verschuldung nach Ansicht des Experten sowohl im laufenden als auch im kommenden Jahr „nochmals höher ausfallen“. Die Schulden der Länder stiegen um 2,9 Prozent auf 624,9 Milliarden Euro.

Unterschiede in Bundesländern

Den stärksten Schuldenanstieg pro Kopf gab es in Sachsen mit 17,1 Prozent auf 1.736 Euro. Dennoch weist der Freistaat die zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung nach Bayern (1.448 Euro) auf. In Baden-Württemberg stiegen die Schulden um 11,0 Prozent auf 4.295 Euro pro Einwohner, in Bremen um 9,9 Prozent auf 37.418 Euro.

Die Pro-Kopf-Verschuldung ging lediglich in drei Ländern zurück: Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Berlin – in der Bundeshauptstadt den Angaben zufolge vor allem wegen einer Umorganisation.

Zweistelliger Anstieg bei den Kommunen

Die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände wuchs den Angaben zufolge zum Jahresende 2025 im sechsten Jahr in Folge, diesmal um 15,4 Prozent auf insgesamt 197,0 Milliarden Euro.

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