Profi auf der Flucht
Dänische Polizei sucht Vier-Millionen-Mann
29.07.2026 | 12:28 Uhr
Nur vier Spiele bestreitet Akinkunmi Amoo für den dänischen Topklub FC Kopenhagen, dann schicken die Hauptstädter ihren Vier-Millionen-Mann schon wieder weg. Das kommt dem Profi offenbar auch sehr gelegen.
Wo steckt Akinkunmi Amoo? Der ehemalige Profi des FC Kopenhagen wurde im Jahr 2023 unter anderem wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Dänische Medien berichten, dass Amoo seine Haftstrafe noch nicht angetreten hat und dass die Kopenhagener Polizei nun international nach ihm sucht.
Grund dafür ist ein „begründeter Verdacht“, dass sich der betreffende Spieler im Ausland aufhält, um sich der Verurteilung wegen Vergewaltigung zu entziehen.
Blitz-Abschied aus Kopenhagen
„Der Verurteilte wurde in Abwesenheit in Untersuchungshaft genommen, um das Urteil zu vollstrecken. In Fällen, in denen ein Haftbefehl gegen eine Person vorliegt, von der angenommen wird, dass sie sich im Ausland aufhält, werden Polizei und Staatsanwaltschaft versuchen, die betreffende Person nach Dänemark zu bringen – und somit auch in diesem Fall“, sagte die Kopenhagener Polizei dem Sender TV 2 Sport. Gegen die Haftstrafe legte Amoo Berufung ein, doch diese wurde zurückgewiesen, da er der Gerichtsverhandlung fernblieb.
Kurz nach dem Urteil im Juni 2023 schickte der FC Kopenhagen den Spieler nach nur vier Spielen für den Hauptstadtklub in den zypriotischen Fußball. Nach der Bestätigung des Urteils des Amtsgerichts im Juni 2024 wurde sein Vertrag mit Omonia Nikosia aufgelöst. Später zog er nach China – ein Land, das kein Auslieferungsabkommen mit Dänemark hat – und spielte für zwei chinesische Vereine, bevor er im Januar 2026 vereinslos wurde. In letzter Zeit gab es laut TV2 Gerüchte in den lokalen Medien, er wechsle in den thailändischen Fußball.
Amoos Wechsel von IF Hammarby ließ sich der FC Kopenhagen 2022 rund vier Millionen Euro kosten. Im gleichen Jahr stand der heute 24-Jährige einmal im Kader der Nationalmannschaft Nigerias, kam jedoch nicht zum Einsatz.
Verwendete Quellen: ntv.de, ter
