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Startseite»Politik»Neue Hitzewelle hat Deutschland im Griff – schwere Gewitter erwartet
Politik

Neue Hitzewelle hat Deutschland im Griff – schwere Gewitter erwartet

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 29, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 29.07.2026 • 17:32 Uhr

Erst wenige Wochen ist es her, dass in Deutschland Temperaturrekorde gebrochen wurden. Jetzt hat die nächste Hitzewelle das Land im Griff. Am Donnerstag soll es bis zu 39 Grad heiß werden. Der DWD warnt vor schweren Gewittern.

Es ist heiß und es wird noch heißer: Bereits heute rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit Temperaturen von bis zu 38 Grad in Deutschland. Der Höhepunkt der neuen Hitzewelle wird aber erst morgen erwartet. Neben schweißtreibenden Temperaturen könnte es dann auch zu schweren Gewittern kommen.

Der DWD warnt am Donnerstag erneut vor einer extremen Hitzebelastung. In weiten Teilen des Landesinneren wird es demnach bis zu 39 Grad Celsius heiß, auch an den Küsten soll das Thermometer auf bis zu 34 Grad Celsius klettern. Der DWD empfiehlt, die Hitze nach Möglichkeit zu meiden, ausreichend Wasser zu trinken und die Innenräume kühl zu halten.

Auf Hitze folgen teils schwere Gewitter

Schon heute Abend werden erste Gewitter am Alpenrand erwartet. Vereinzelt können diese laut DWD stürmische Böen und Starkregen, teils sogar Hagel mit sich bringen. Am Donnerstag sollen vom Westen und Südwesten her kräftige Schauer und teils schwere Gewitter bis in den Nordosten Deutschlands ziehen. Auch hier muss laut DWD mit schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde gerechnet werden.

Über den Norden könnten auch Orkanböen hinwegziehen, die Stärken von bis zu 120 Kilometer pro Stunde erreichen. Der DWD warnt, dass bei solchen Stärken Bäume entwurzelt und größere Gegenstände umherfliegen können. Daher sollte beim Aufenthalt im Freien besondere Vorsicht gelten.

Vor allem im Süden Deutschlands ist laut DWD auch über das Wochenende und zu Wochenbeginn immer wieder mit Gewittern zu rechnen.

Hohes Waldbrandrisiko bis in die Landesmitte

Aufgrund der heißen Temperaturen steigt in weiten Teilen Deutschlands das Risiko für Waldbrände. Für Donnerstag gilt nahezu im kompletten Süden Deutschlands bis in die Landesmitte laut DWD eine Gefahrenstufe von 4 oder 5, wobei mit 5 der höchste Risikoindex erreicht ist. Auch in Teilen Sachsen-Anhalts, Brandenburgs, Niedersachsens, Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins gilt ein erhöhtes Risiko für Waldbrände.

In Bayern kündigten unter anderem die Bezirksregierungen von Niederbayern und der Oberpfalz an, dass Beobachtungsflüge stattfinden sollen, um möglichst schnell eventuelle Brände ausfindig zu machen. Auch in Oberfranken und Unterfranken sollen in den kommenden Tagen entsprechende Flüge starten.

Mit Problemen und Einschränkungen aufgrund der hohen Temperaturen hat in mehreren Bundesländern die Schiffahrt zu kämpfen. Donau, Rhein oder Elbe verzeichnen stark gesunkene Pegelstände. In Köln wird etwa am Wochenende der niedrigste Pegelstand seit mindestens 100 Jahren erwartet. Zahlreiche Reedereien mussten den Betrieb daher einschränken oder einstellen.

Abkühlung vermutlich nur im Norden

Einige Teile Deutschlands erwartet auch nach den vorhergesagten Gewittern nur geringe Abkühlung. Ab Freitag spricht der DWD von einer Zweiteilung Deutschlands: Während es in der Südosthälfte des Landes hochsommerlich mit Werten bis zu 37 Grad bleiben könnte, gehen die Temperaturen im Norden wieder zurück. Ab Sonntag und zu Wochenbeginn könnten dem Süden und Südosten sogar bereits die nächsten Hitzetage bevorstehen.

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