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Startseite»Nachrichten»Saisonfinale in Europa?: Formel-1-Boss macht „mittelfristig“ Hoffnung auf Deutschland-Comeback
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Saisonfinale in Europa?: Formel-1-Boss macht „mittelfristig“ Hoffnung auf Deutschland-Comeback

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 29, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Saisonfinale in Europa?

Formel-1-Boss macht „mittelfristig“ Hoffnung auf Deutschland-Comeback

29.07.2026 | 20:10 Uhr

Kehrt die Formel 1 nach Deutschland zurück? F1-Boss Domenicali macht etwas Hoffnung, aber nicht für die nahe Zukunft. Für das Saisonfinale 2026 hat die Rennserie einen Plan, wenn der Iran-Krieg weitergeht.

Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali hat den deutschen Fans leise Hoffnungen auf die Rückkehr eines Heimrennens gemacht. Man stehe in Kontakt mit den Veranstaltern in Hockenheim, sagte Domenicali bei einer Videokonferenz. Man wolle ausloten, „ob dort mittelfristig, nicht kurzfristig“, wieder ein Grand Prix stattfinden könne. Hockenheim investiert auch und will mit einer Erlebniswelt künftig attraktiver werden. „Für unsere Plattform sind andere Investitionen erforderlich, darüber sind wir aktuell im Austausch“, sagte Domenicali.

Einen Formel-1-Rennen in Deutschland gab es letztmals 2020 auf dem Nürburgring als „Großer Preis der Eifel“, aber auch nur als Ersatzveranstaltung wegen der Corona-Pandemie. In Hockenheim wurde 2019 letztmals der Große Preis von Deutschland ausgetragen, damals versenkte Sebastian Vettel in der Sachskurve seinen Ferrari und seinen Traum vom Heimsieg im Kiesbett. Die Antrittsgebühr in zweistelliger Millionenhöhe ist dem Hockenheimring aber zu hoch.

„Wie in der Vergangenheit auch stehen wir regelmäßig im Austausch. Es gibt aber keine neuen konkreten Ergebnisse oder Perspektiven. Es gibt auch keine konkreten Aussichten“, sagte Hockenheimring-Geschäftsführer Jorn Teske. „Dass es beide Seiten wollen, ist oft genug kommuniziert worden. Wir wären wie immer an einer wirtschaftlich tragfähigen Lösung interessiert.“

ER wird Antonelli das Leben noch schwer machen

Portimao oder Imola Alternativen zu Abu Dhabi

Offen ist auch die TV-Frage in Deutschland. Der Pay-TV-Sender Sky, den RTL übernommen hat, besitzt bis Ende 2027 noch die Exklusivrechte. Was kommt danach? Domenicali sprach davon, dass es Konkurrenz geben könnte. „Erstmals wird es mehr als einen Sender geben, der Interesse hat, an der Ausschreibung teilzunehmen“, sagte er.

Domenicali beschäftigen auch die im frei empfangbaren Fernsehen gezeigten Rennen. „Natürlich stehen wir mit ihnen in Gesprächen, um herauszufinden, wie wir noch mehr Aufmerksamkeit für die Formel 1 gewinnen können. Dieses Thema liegt also auf dem Tisch“, sagte Domenicali über RTL. In diesem Jahr wurden fünf frei empfangbare Grands Prix vereinbart.

Konkreter wurde Domenicali mit Blick auf das Saisonende in der Formel 1. Wegen des Iran-Krieges bleibt es mehr als fraglich, ob die letzten beiden Rennen des Jahres am 29. November in Katar und am 6. Dezember in Abu Dhabi tatsächlich stattfinden können. „Sollte das nicht möglich sein, wird das Saisonende in Europa stattfinden, weil wir nicht an andere Austragungsorte ausweichen können“, sagte der frühere Ferrari-Teamchef. Bis spätestens Mitte September soll eine Entscheidung fallen. „Für den Fall, dass sich die Lage im Nahen Osten nicht beruhigt oder nicht gelöst wird, haben wir verschiedene Alternativpläne.“

Als eine Möglichkeit für das Saisonfinale im Dezember gilt Portimão in Portugal, das für 2027 und 2028 ohnehin fest in den Kalender zurückkehrt. Im Gespräch ist auch Imola in Italien. Der Grand Prix der Emilia Romagna war für dieses Jahr aus dem Kalender gestrichen worden. Allerdings wäre das Rennen ein Heimspiel für den italienischen Spitzenreiter Kimi Antonelli von Mercedes, der in diesem Jahr erstmals Weltmeister werden könnte.

Absehbar tiefe Temperaturen schrecken Domenicali nicht ab. Er erinnerte dabei an den Nürburgring. 2020 wurde im Oktober wegen Regen und Nebel in der kalten Eifel der erste Testtag aus Sicherheitsgründen sogar komplett abgesagt. „Ich denke, dass die Wetterbedingungen es zulassen sollten, auch Anfang Dezember noch Rennen in Europa auszutragen“, so Domenicali.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/dpa

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