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Startseite»Nachrichten»„Es ist ein Vorschlag“: Infantino meldet sich nach massiver Welle der Kritik
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„Es ist ein Vorschlag“: Infantino meldet sich nach massiver Welle der Kritik

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 29, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Es ist ein Vorschlag“

Infantino meldet sich nach massiver Welle der Kritik

29.07.2026 | 21:52 Uhr

In Europa sorgen die FIFA-Pläne zum Einstieg von Investoren bei der WM für massive Entrüstung. Verbandschef Infantino verteidigt seinen Vorstoß und spricht lediglich von einem „Angebot“.

FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigt sein Vorhaben, Anteile an der Fußball-WM an private Investoren zu veräußern. „Es ist ein Vorschlag, ein Angebot, Teil eines demokratischen Beratungsprozesses“, sagte Infantino in einem Video, das der Weltverband am Mittwochabend veröffentlichte. „Es ist eine Gelegenheit, aber keine Verpflichtung.“

Nur mit der Zustimmung der Mehrheit der 211 Nationalverbände und des FIFA-Councils werde das geplante Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) eine vom Weltverband kontrollierte Gesellschaft, die „alle FIFA-Wettbewerbe verwalten und vermarkten würde“. Er verspreche sich davon die „Erschließung bisher nicht realisierter Werte“. Die kommerzielle Seite des Fußballs zu stärken, sei „der logische nächste Schritt“.

„11Freunde“-Chef zerlegt Infantino

Die FIFA und ihr Präsident sind in ihrem Plan, Anteile an der WM zu verkaufen, offensichtlich bereits fortgeschritten. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll Infantino den Mitgliedsverbänden eine Frist bis zum 19. September gesetzt haben, um den Plänen zuzustimmen. Dies setzt die Verbände unter Druck. Diese werden mit hohen Zahlungen geködert. Eine einfache Mehrheit soll demnach ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen.

UEFA läuft Sturm

Der heftigen Kritik aus vielen Richtungen hatte sich auch Bernd Neuendorf angeschlossen. Es sei „ein fatales Zeichen, die Fußball-WM für Investoren zu öffnen. Der Fußball lebt von der Akzeptanz der Gesellschaft, wir dürfen ihn nicht zum Spielball von Investoren machen“, sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der Sportschau und dem ZDF. Infantinos Pläne seien „überaus problematisch und nicht zustimmungsfähig“.

Die UEFA hatte mit Bezug auf diese Pläne bereits mitgeteilt, dass dadurch eine „Grenze überschritten“ werde, „die die führenden Institutionen des Fußballs niemals überschreiten dürfen. Die UEFA nimmt diese Angelegenheit äußerst ernst“.

Später legte die UEFA in ihrer Kritik noch einmal nach – und merkte zur Setzung einer Frist an: „Das sagt alles über diesen Plan aus, was man wissen muss.“ Nach vielen Gesprächen zeichne sich ein erheblicher und weiter wachsender Widerstand ab. „Die FIFA kann nicht damit fortfahren, unseren Sport dazu zu benutzen, sich selbst und ihre Freunde reicher zu machen.“

Die Kontinentalverbände aus Asien und Nord- und Mittelamerika zeigten sich zumindest inhaltlich offen. Beide beschwerten sich allerdings darüber, von den Plänen Infantinos vorab nicht informiert gewesen zu sein.

Verwendete Quellen: ntv.de, lme/sid

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