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Startseite»Politik»Kräftige Gewitter und Sturmböen nach Hitze erwartet
Politik

Kräftige Gewitter und Sturmböen nach Hitze erwartet

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 30, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 30.07.2026 • 10:55 Uhr

39 Grad – regional kann es in Deutschland heute sehr heiß werden. Große Temperaturunterschiede bringen ein großes Gewitterrisiko mit sich. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starken Sturmböen.

Heute wird der Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle erwartet. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet im Tagesverlauf mit regionalen Höchsttemperaturen von bis zu 39 Grad Celsius. Vereinzelt können auch Temperaturen um die 40 Grad erreicht werden. In weiten Teilen Deutschlands gilt eine Warnung vor Hitzebelastung.

Mit der Hitze steigt auch die Gefahr für schwere Gewitter und Sturmböen. Laut DWD können sie ab den Nachmittagsstunden vor allem in Hessen, Thüringen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt auftreten, beginnend in Nordrhein-Westfalen. In Ostwestfalen-Lippe besteht nach Angaben des ARD-Wetterexperten Karsten Schwanke ein besonders großes Gewitter- und Sturmrisiko, das im Laufe des Abends in Richtung Ostsee zieht.

Der Meteorologe erklärte, das Land teile sich ab dem Nachmittag in eine sehr heiße Osthälfte und eine deutlich weniger heiße Westhälfte. An dieser Kante entstünden starke Winde. Bei den erwarteten Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h könnten dann laut DWD auch Bäume entwurzelt werden und größere Gegenstände umherfliegen. Außerdem kann es hageln.

Teils wird Hagel erwartet

So werden etwa in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns Starkregen und Hagel erwartet. Ähnliches gilt für Berlin und Brandenburg. Hier werden im Tagesverlauf Temperaturen bis zu 38 Grad erwartet – und am Abend Unwetter mit Starkregen und orkanartigen Böen.

Die Meteorologen des DWD gehen von kurzen, aber heftigen Unwettern aus. Es könnten bis zu 25 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fallen.

Am Wochenende wird es kühler

Auch wenn die Gewitter kurzzeitig Abkühlung bringen könnten, ist eine weitere sogenannte tropische Nacht von Donnerstag auf Freitag möglich. Das heißt, mancherorts könnten die Temperaturen auch nachts nicht unter 20 Grad fallen.

Danach werden für das Wochenende wieder etwas niedrigere Temperaturen erwartet, vor allem im Norden Deutschlands. Der DWD geht am Freitag von bis zu 27 Grad im Norden und Nordwesten und 27 bis 35 Grad im Rest des Landes aus. Im Südosten kann es morgen nochmal bis zu 38 Grad heiß werden. Am Samstag sagt der DWD dann Höchsttemperaturen im Norden um 24 Grad und sonst 26 bis 32 Grad voraus – ähnlich am Sonntag.

Hohe Waldbrandgefahr

Grundsätzlich besteht in Deutschland weiterhin eine erhöhte Waldbrandgefahr. Heute und morgen gilt vor allem im Süden des Landes teilweise die höchste Warnstufe. In den Chiemgauer Alpen brennt bei Unterwössen der Bergwald. Es laufe ein Großeinsatz im schwer zugänglichen Gipfelbereich der Hochwand, teilte die örtliche Feuerwehr mit. Die Bevölkerung wurde vor starker Rauchentwicklung gewarnt.

Aufgrund des hohen Waldbrandrisikos haben mehrere Bezirksregierungen in Bayern Beobachtungsflüge angeordnet, um Brände frühzeitig zu erkennen.

Heißer und sonniger Juli

Der Monat Juli war im Vergleich zum vieljährigen Mittel laut DWD insgesamt erneut zu trocken, zu heiß und zu sonnig. Es ist bereits der fünfte Monat in Folge, der deutlich sonniger ausfällt als in den Vergleichszeiträumen. Im Juni waren bereits zahlreiche Rekorde in Deutschland gebrochen worden, darunter die Allzeit-Höchsttemperatur.

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