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Politik

Marktbericht: Anleger in Rekordlaune | tagesschau.de

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 4, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Marktbericht

Stand: 04.08.2026 • 07:38 Uhr

Mit viel Rückenwind von der Wall Street geht der DAX in den neuen Tag. Die Hoffnung auf eine diplomatische Nahost-Lösung treibt die Kurse. Erwartet wird zudem eine Flut neuer Quartalszahlen.

Die Aussicht auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten treibt derzeit mal wieder die Märkte. Der DAX wird in ersten Indikationen rund 0,4 Prozent höher bei etwas über 26.100 Punkten erwartet. Der deutsche Leitindex setzt damit seinen Rekordlauf fort, der ihn gestern in der Spitze bis auf 26.096 Punkte geführt hat. Der deutsche Leitindex schloss am Ende um 1,45 Prozent höher bei 26.001 Punkten.

Getragen wird der Aufschwung primär von der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten, die zuletzt US-Präsident Donald Trump umriss. US-Präsident Donald Trump bezeichnete neue Gespräche mit dem Iran als „letzte Chance“ für Teheran. Man befinde sich in Gesprächen – und zwar auf Wunsch des Irans, sagte Trump im Weißen Haus. Er bekräftigte, dass verschiedene Staaten die USA darum gebeten hätten, der Diplomatie eine letzte Chance zu geben.

Vor allem die Öffnung der wichtigen Straße von Hormus, über die ein Fünftel des weltweiten Öltransports abgewickelt wird, könnte die Weltwirtschaft spürbar entlasten. Allerdings gab es solche Hoffnungen zuletzt schon des Öfteren, ohne dass es zu einer Einigung gekommen wäre. Die Anleger lassen sich aber nicht entmutigen und setzen weiter auf eine Normalisierung.

Die Hoffnungen haben auch den Ölpreis zuletzt gedrückt, am Morgen sind die Preise allerdings wieder leicht gestiegen. Am Morgen werden knapp 85 Dollar für ein Fass der Nordseesorte Brent bezahlt, ein leichtes Plus von rund einem Prozent. Die Entwicklung der Energiepreise gilt als einer der Haupttreiber für die Inflation in den Industriestaaten – die Notenbanken werden also genau hinschauen, was am Persischen Golf passiert.

Derweil geht die Berichtssaison der Unternehmen in eine weiter Runde. Die Anleger erwartet eine wahre Zahlenflut – aus dem DAX legen der Onlinehändler Zalando, Bayer, der Reifenhersteller Continental sowie der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) ihre Quartalsberichte vor. Aus der zweiten Reihe werden unter anderem Lufthansa und der Modekonzern Hugo Boss erwartet.

Spannend ist es auch an der Wall Street – wo der Höhepunkt am Abend nach Handelsschluss mit den Zahlen von Elon Musks Raumfahrtkonglomerat SpaceX erwartet wird. SpaceX, das heute seine ersten Quartalsergebnisse seit dem Börsengang veröffentlichen wird, gewann rund fünf Prozent auf 114 Dollar. Die Aktie notiert dennoch seit ihrem Börsengang Mitte Juni bereits seit fast drei Wochen unter ihrem Ausgabepreis von 135 Dollar.

An der Wall Street ging es zum Wochenstart kräftig nach oben. Der Leitindex Dow Jones schaffte im Verlauf bei 52.230 Punkten ein neues Rekordhoch und auch der Schlussstand bei 53.178 Zählern war so hoch wie nie. Auch in New York setzten die Anleger ganz auf eine Lösung im Nahostkonflikt.

Für Zuversicht sorgten auch Daten, wonach die Aktivität im US-verarbeitenden Gewerbe im Juli auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren gestiegen war. Trotz der Energiekrise wegen des Iran-Kriegs und einer erhöhten Inflation zeigt die US-Wirtschaft damit weiter keine wirkliche Schwäche. Heute werden Auftragsdaten aus der Industrie für den Juni veröffentlicht.

Das Geschäft der für ihre Zusammenarbeit mit US-Sicherheitsbehörden bekannten Datenanalyse-Firma Palantir ist im vergangenen Quartal rasant gewachsen. Das KI-Unternehmen konnte den Umsatz im Jahresvergleich mit einem Plus von 93 Prozent fast verdoppeln. Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als neun Prozent. Palantir hob die Umsatzprognose für das gesamte Jahr an und übertraf mit der Vorhersage für das laufende Quartal die Markterwartungen.

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Morgen keine einheitliche Richtung gefunden. Stabile Ölpreise und freundliche Vorgaben aus den USA reichten in Asien nicht für ein durchgängig positives Bild an den Märkten.

Der japanische Nikkei 225 gab im späten Handel um rund 0,4 Prozent nach. Der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandbörsen legte hingegen um rund ein Prozent zu, während der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandbörsen um 0,5 Prozent nachgab.

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Dr. Heinrich Krämer
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