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Startseite»Politik»Prozess erst im März: Warner-Übernahme durch Paramount verzögert
Politik

Prozess erst im März: Warner-Übernahme durch Paramount verzögert

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 5, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 05.08.2026 • 03:06 Uhr

Diese Entscheidung könnte Paramount viel Geld kosten: Die Wettbewerbsklage von zwölf US-Bundesstaaten gegen den Kauf des Medienkonzerns Warner Brothers soll erst im März verhandelt werden.

Ein kalifornisches Gericht hat jetzt den Verhandlungstermin festgelegt: Die Wettbewerbs-Klage von zwölf US-Bundesstaaten gegen die 111 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Brothers durch Paramount Skydance soll erst im März nächsten Jahres verhandelt werden.

Paramount wollte ursprünglich erreichen, dass schon im November über die Klage entschieden wird. Denn um die Warner-Aktionäre zu überzeugen, sagte die Paramount-Spitze um Konzernchef David Ellison ihnen zusätzliche Zahlungen von rund 650 Millionen Dollar pro Quartal zu, wenn die Übernahme bis Ende September nicht unter Dach und Fach sein sollte. Damit ist sehr wahrscheinlich, dass Paramount mindestens 1,3 Milliarden Dollar mehr zahlen muss.

Zudem wird dann die Zeit knapp. Die Unternehmen setzten sich eine Frist bis zum 4. Juni 2027, um die Übernahme abzuschließen. Verstreicht sie, kann Warner Brothers den Deal aufkündigen – und von Paramount eine Vertragsstrafe von sieben Milliarden Dollar kassieren. Zugleich könnten die Firmen auch die Frist verlängern.

Bundesstaaten fürchten zu große Marktmacht

Die Bundesstaaten argumentieren in ihrer Klage, dass ein Zusammenschluss von zwei großen Filmstudios, den Streaming-Diensten sowie Fernsehsendern wie CBS und CNN dem Konzern zu große Marktmacht in einigen Bereichen verschaffen würde.

Paramount-Chef Ellison hingegen sagte, man brauche den Milliarden-Deal, um mit Streamern wie Amazon und Netflix konkurrieren zu können. Die Klage habe keinen wettbewerbsrechtlichen, sondern einen politischen Hintergrund.

Die zuständigen Wettbewerbsbehörden in Washington D.C. und Europa hatten den Zusammenschluss bereits genehmigt. Kritiker befürchten durch die Übernahme neben dem Verlust von Arbeitsplätzen auch eine hohe Konzentration von Medienmacht in den Händen der Ellison-Familie.

Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer Trumps bekannt ist.

Mit Informationen von Antje Sieb, ARD Los Angeles

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