Kurioses VorwahlergebnisTrump-Schützling geht gegen Kandidat unter, der gar nicht mehr antritt
Im Vorfeld der Zwischenwahlen entscheiden die Parteien noch über ihre Kandidaten für den Urnengang. Bei den Republikanern ist dabei die Unterstützung Trumps meist der Weg zum Erfolg. Doch jetzt verliert ein von ihm protegierter Ex-Soldat deutlich.
Wenn US-Präsident Donald Trump seinen Daumen für einen Kandidaten bei den Vorwahlen hebt, ist diesem der Sieg in den meisten Fällen sicher. Doch die republikanischen Vorwahlen im US-Bundesstaat Michigan liefern jetzt eine faustdicke Überraschung. Der vom US-Staatschef unterstützte Amir Hassan verliert gegen Thomas J. Smith, der sich gar nicht mehr aktiv im Rennen befand.
Smith hatte im vergangenen Monat seinen Rückzug erklärt, aber ohne sich auch formell aus dem Rennen zu verabschieden. Anschließend unterstützte er einen dritten Kandidaten. Jetzt gewann er laut Associated Press mit knapp 18 Prozentpunkten Vorsprung gegen den von Trump unterstützten Kandidaten bei der Vorwahl im 8. Kongressbezirk Michigan.
Der frühere Ingenieur bei General Motors kündigte an, nun wieder in den Wahlkampf einzusteigen und gegen die demokratische Kandidatin Kristen McDonald Rivet bei den Zwischenwahlen Anfang November anzutreten. Bei diesen werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie ein Drittel der Senatoren neu gewählt. „Ich freue mich darauf, mit dem Sprecher Johnson und dem gesamten republikanischen Team zusammenzuarbeiten, um unsere Mehrheit im Repräsentantenhaus auszubauen und Präsident Trumps ‚America First‘-Agenda voranzutreiben, damit die Lebenshaltungskosten für arbeitende Familien sinken und Amerika wieder erschwinglich wird“, sagte Smith.
Trump hatte dem unterlegenen Hassan im Juni seine Unterstützung ausgesprochen. „Von seinem mutigen Einsatz für unsere großartige US-Marine bis hin zum Schutz seiner Gemeinde als Bundespolizist hat Amir unserer Nation mit Auszeichnung gedient und wird denselben Kampfgeist auch in den US-Kongress einbringen“, hatte Trump auf seinem Social-Media-Portal Truth Social geschrieben.
In der vergangenen Woche war er zudem gemeinsam mit ihm bei einer Wahlkampfveranstaltung aufgetreten. Doch auch die Unterstützung Trumps brachte dem früheren US-Soldaten am Ende nichts. „Ich habe es gestern Abend nicht geschafft. Ich suche keine Ausreden. Es war ein hartes Rennen“, erklärte der unterlegene Hassan zu seiner Niederlage.
