„Schwierig, besser zu werden“
Kompany steckt höchstmögliche Ziele, warnt aber auch
06.08.2026 | 19:38 Uhr
Der FC Bayern geht wie üblich mit den höchstmöglichen Zielen in die neue Saison. Trainer Vincent Kompany unterstreicht dies in Hongkong, warnt aber zugleich vor zu großen Erwartungen an seine Mannschaft.
Bescheidenheit kennt man beim FC Bayern ohnehin nur selten, entsprechend steckte Trainer Vincent Kompany auch gleich wieder große Ziele für seine Mannen, die derzeit auf ihrer Sponsoren-Sommer-Tour in Hongkong weilen. Dort treffen sie am Freitag auf Aston Villa (14 Uhr/FC Bayern TV Plus). Danach geht es zurück in die Heimat, wo dieses Jahr der ganz große Wurf gelingen soll – möglichst alle drei Titel.
Doch Kompany hat drei Wochen vor dem Ligastart nach einer fast perfekten Saison schon einmal vor allzu hohen Erwartungen gewarnt. „Es ist schwierig, besser zu werden – es geht ja nicht nur um die Pokale, die wir gewonnen haben, sondern auch um die Anzahl der Tore und der Spiele, die wir gewonnen haben. Das ist möglich, aber schwierig“, sagte der Belgier, der in seinen zwei Saisons mit den Münchnern bereits drei große Titel gewonnen hat, wenn man den Supercup mal außen vor lässt.
„Jetzt im Moment sage ich: Unser Ziel ist es, die Champions League zu gewinnen, daran gibt es keinen Zweifel“, zeigte sich Kompany selbstbewusst. Er räumte aber auch ein: „Und während der Saison werde ich sagen, dass wir uns auf das nächste Spiel konzentrieren müssen.“
Kompany: „Brauchen den gesamten Kader“
Doch um die hohen Ziele auch erreichen zu können, „die Bundesliga zu gewinnen, den Pokal, die Champions League“, ergänzte der Coach, „dafür brauchen wir den gesamten Kader – fit und gesund. Den müssen wir gut verwenden und uns verbessern. Das haben wir schon getan, aber hoffentlich hilft uns das, unsere Ziele zu erreichen.“ Doublesieger Bayern hat seinen Luxuskader für rund 100 Millionen Euro noch mit Nathaniel Brown und Ismael Saibari verstärkt.
Zuvor schon hatte Kompany erklärt, dass er zur Sicherstellung der optimalen Vorbereitung auf die anstehende Saison die Fitness seiner Spieler genau im Blick haben wird. So wurde auch die Spielzeit der Akteure auf der Asientour, die in Jeju/Südkorea begann, klar geregelt – im Grunde sollen gerade die etablierten Stars allesamt höchstens 90 Minuten spielen. Lokalmatador Kim Min-jae etwa spielte gegen Jeju trotz Kapitänsbinde nur 30 Minuten. Begründung: gegen Aston Villa sollen es deren 60 werden, kündigte Kompany an. Und auch im Tor gilt diese Regel offenbar. Zuletzt durfte Jonas Urbig ran, doch gegen den Premier-League-Klub wird Manuel Neuer wieder im Kasten stehen, natürlich auch als Kapitän, wie Kompany betonte.
Die Münchner kehren am Samstag von ihrer achttägigen Asien-Sommertour zurück. Ihr erstes Pflichtspiel bestreiten die Bayern am 22. August bei Vizemeister Borussia Dortmund um den Franz-Beckenbauer-Supercup. In die Liga startet der Titelverteidiger am 28. August gegen den VfB Stuttgart.
Verwendete Quellen: ntv.de, mbl/sid
