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Startseite»Nachrichten»Ölpreis zieht an: Wall Street nach durchwachsenen Quartalszahlen im Minus
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Ölpreis zieht an: Wall Street nach durchwachsenen Quartalszahlen im Minus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 6, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Ölpreis zieht anWall Street nach durchwachsenen Quartalszahlen im Minus

Ein Experte macht bei den US-Anlegern eine „gewisse Nachrichtenmüdigkeit“ aus. (Foto: REUTERS)

Die Berichtssaison ist in vollem Gange und lässt die US-Anleger nicht nur jubeln. Der Chiphersteller Western Digital legt zwar gute Zahlen vor, der Ausblick kommt allerdings nicht gut an. Auch andere Papiere aus der Branche kommen ins Rutschen.

Nach einem starken Wochenauftakt haben die US-Börsen am Donnerstag im Minus geschlossen. Die Anleger verarbeiteten die jüngsten Unternehmensbilanzen. Außerdem warteten sie auf Anzeichen für Fortschritte bei einem möglichen Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent tiefer auf 53.885 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,2 Prozent auf 7710 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,1 Prozent auf 26.348 Punkte.

Die Ölpreise zogen unterdessen deutlich an. Die Nordseesorte Brent, die in den letzten Tagen deutlich gefallen war, verteuerte sich um 3,8 Prozent auf 82,49 Dollar pro Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI stieg um 2,8 Prozent auf 77,29 Dollar. Nach einem Bericht der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars prüft ein Parlamentsausschuss in Teheran einen Gesetzentwurf, der amerikanischen, israelischen und anderen „feindlichen“ Schiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus verbieten würde. Die Reaktion der Märkte auf makroökonomische Nachrichten falle derzeit jedoch verhaltener aus als üblich, sagte Robert Bernstone, Handelschef bei SummitTX Capital in New York. Dies liege wahrscheinlich am Sommer und einer gewissen Nachrichtenmüdigkeit, insbesondere rund um den Iran.

Mit Spannung blickten die Investoren auf die am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten, die Hinweise auf den künftigen Zinskurs der US-Notenbank unter ihrem Chef Kevin Warsh geben könnten.

Bei den Einzelwerten sorgten durchwachsene Quartalszahlen für Kursverluste. Die Aktien des Datenspeicherspezialisten Western Digital brachen trotz überzeugender Zahlen um 13 Prozent ein, der konservative Ausblick kam nicht gut an. Auch die Papiere des Speicherchipherstellers Sandisk fielen wegen einer verhaltenen Prognose um 6,8 Prozent. Die Marketingplattform Applovin verfehlte die Umsatzschätzungen der Wall Street, woraufhin die Titel um 19,7 Prozent abstürzten. Die Aktien der Cloud-Sicherheitsfirma Datadog gaben um 19 Prozent nach. Das Unternehmen rechnet im dritten Quartal mit einem schwächeren Umsatzwachstum.

Gegen den Trend legten die Papiere von SpaceX um 6,1 Prozent zu. Damit trotzte das Raumfahrtunternehmen den Erwartungen, dass das Ende der Sperrfrist für Frühinvestoren zu einem Ausverkauf führen würde. Am Vortag hatte die Aktie allerdings im Zuge von Gewinnmitnahmen fast 14 Prozent verloren.

Mehr zum heutigen Börsengeschehen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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