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Startseite»Politik»Fast 30 Jahre nach Mord an Tupac Shakur: Prozessbeginn in Los Angeles
Politik

Fast 30 Jahre nach Mord an Tupac Shakur: Prozessbeginn in Los Angeles

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 10, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 10.08.2026 • 09:21 Uhr

1996 wurde der US-Rapper Tupac Shakur durch mehrere Schüsse aus einem vorbeifahrenden Auto tödlich verletzt. Jahrzehntelang gibt es bei der Aufklärung kaum Fortschritte. Doch nun soll der Fall vor Gericht landen.

Antje Sieb

Das Auto, in dem der 25-jährige Rapper Tupac Shakur sitzt, steht an einer roten Ampel. Ein weißer Cadillac fährt an die Beifahrerseite heran, mehrere Schüsse fallen. Sechs Tage später stirbt der Rapper im Krankenhaus. Der Fall sorgt international für Aufsehen.

Nach der Tat gibt es jahrzehntelang keine echten Fortschritte, aber jede Menge Gerüchte. Dann, vor drei Jahren, verkünden die Behörden in Nevada eine Festnahme. Man habe schon lange gewusst, wie die Tat in etwa abgelaufen sei, sagt Mordermittler Jason Johannson bei einer Pressekonferenz. Gefehlt hätten nur die Beweise.

Festnahme im Jahr 2023

Festgenommen wurde ein heute 63-Jähriger. Der Vorwurf: Er soll zwar nicht selbst geschossen, aber die Tat organisiert haben. Der vermutete Hintergrund ist eine Auseinandersetzung am selben Tag, an der auch Tupac beteiligt war, außerdem Rivalitäten zwischen Gangs, besonders aus Compton im Raum Los Angeles. Von dort stammten einige Gründer von Tupacs damaligem Label Death Row und auch der ehemalige Gang-Leader, der jetzt vor Gericht steht.

Duane Davis soll den Mord an Tupac Shakur 1996 organisiert haben.

Angeklagter plädiert auf unschuldig

Der Festgenommene hatte 2019 ein Buch veröffentlicht, in dem es auch um den Mord an Tupac ging. Er habe die Waffe besorgt und mit im Tatauto gesessen, behauptete er dort und auch in Medieninterviews.

Das löste neue Ermittlungen aus, sagen die Behörden. Es hatte auch schon lange vorher ein Verhör bei der Polizei gegeben – das damals offenbar wegen eines Deals nicht gegen ihn verwendet werden konnte. Die Ermittler gehen davon aus, dass der eigentliche Schütze nicht mehr lebt. Sie sagen aber, der Angeklagte sei trotzdem für den Mord mitverantwortlich. Der Mann selbst plädiert auf unschuldig. Heute soll in Las Vegas der Prozess mit der Auswahl der Jury beginnen.

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