Superrennwagen als UnikatDer Bugatti Bolide wird als Destrier zum extremen Einzelstück
Der Bugatti Bolide wirkt so brutal, wie er fährt. Dass es auf gleicher technischer Basis auch deutlich eleganter geht, zeigt das Unikat Destrier.
Als wäre ein Bugatti Bolide nicht schon exklusiv genug, hat sich jetzt ein solventer Kunde im Rahmen des Solitaire-Programms ein Einzelstück auf Basis des edlen Rundstrecken-Rennwagens bauen lassen. Während die Autobauer im französischen Molsheim letzte Hand an den neuen Tourbillion legen, haben sie den auf gerade mal 40 Exemplare limitierten Bolide zum Destrier umgebaut. Das hat der Hersteller im Vorfeld der Weltpremiere auf der Monterey Car Week Mitte August in Kalifornien angekündigt.
Der Destrier basiert auf dem Rennstreckenmodell Bolide, hat aber eine deutlich elegantere Außenhaut, die historische Bugatti-Designs zitiert und weitgehend auf das martialische Flügelwerk der Basis verzichtet.
Der Destrier steht auf Rädern mit 20 Zoll Durchmesser vorn und 21 Zoll hinten. Der Supersportler ist exakt einen Meter hoch und damit das bislang niedrigste Auto der Marke. Den bereits im Stand temporeich wirkenden Auftritt betont die sogenannte C-Line, eine metallisch glänzende Rahmung der Seitenfenster. Sie setzt vor den vorderen Radhäusern kurz aus und findet anschließend am breiteren Hufeisenkühlergrill ihre Fortsetzung.
Am Heck geht es etwas martialischer zu: Vier zentrale Auspuffendrohre, ein in die Karosserie integrierter Flügel und ein XL-Diffusor sorgen für Rennsportflair.
Innen aufwendiges Handwerk
Der Innenraum ist mit zahlreichen handwerklich aufwendig gefertigten Details aufgewertet. Leder, Nubuk, dreidimensional gestrickte Textilien, eingewebte Kupfergarne und gehämmerte Metalloberflächen vermitteln einen wohnlichen und zugleich kunstvollen Anspruch, der sich deutlich vom carbonlastigen Cockpit der Basis unterscheidet.
Am Antrieb wurde hingegen nichts verändert. Das Achtliter-Aggregat mit 16 Zylindern mobilisiert 1600 PS. Die Fahrleistungen werden entsprechend beeindruckend sein. Seine Publikumspremiere feiert der Destrier Mitte August bei der Monterey Car Week in Kalifornien.
Wie viel das Einzelstück kostet, verrät Bugatti nicht. Da frühere Unikate der Marke bereits mehr als zehn Millionen Euro kosteten, ist auch beim Destrier ein zweistelliger Millionenbetrag zu erwarten.
