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Startseite»Nachrichten»Ostlibyscher Geheimdienstchef getötet – n-tv.de
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Ostlibyscher Geheimdienstchef getötet – n-tv.de

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Sprengsatz am AutoLibyen: Geheimdienstchef von Milizenführer Haftar getötet

„Diejenigen, die diese Tat begangen haben, werden sich ihrer Strafe nicht entziehen können“, teilt Milizenführer Chalifa Haftar (Bild) mit. (Foto: NurPhoto via Getty Images)

Er verlässt die Moschee und wird kurz darauf von einer Autobombe getötet. Der Chef des ostlibyschen Militärgeheimdienstes wird Opfer eines Attentats. Experten zufolge es ist der erste Anschlag auf ein ranghohes Mitglied der Miliz LNA seit Jahren.

Der Chef des Militärgeheimdienstes im Osten Libyens ist bei einem Anschlag getötet worden. Fawsi al-Mansuri starb nach dem Verlassen einer Moschee in der Stadt Bengasi, als ein Sprengsatz an seinem Auto explodierte. Das teilte das zuständige Kommando von Milizenführer Chalifa Haftars ostlibyschen Streitkräften, offiziell Libysch-Nationale Armee (LNA) mit. Einem mit der Region vertrauten Experten zufolge handelt es sich um einen der ersten Angriffe gegen ranghohe Vertreter der LNA seit etwa einem Jahrzehnt. Bisher bekannte sich noch niemand zu dem Anschlag.

Seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 ist Libyen geteilt – die offizielle, von der UNO anerkannte Regierung von Ministerpräsident Abdulhamid Dbeibah regiert in der Hauptstadt Tripolis im Westen. Sie konkurriert mit der Gegenregierung in Bengasi, die von Haftar geführt wird.

„Feige und kriminelle Tat“

Die von Haftar befehligte Miliz LNA kontrolliert den gesamten Osten und einen Großteil des Südens des Landes. Die LNA machte zunächst weder Angaben zu den möglichen Drahtziehern des Anschlags noch zu den Motiven. In der Erklärung war von einer „feigen und kriminellen Tat“ die Rede.

„Diejenigen, die diese Tat begangen haben, werden sich ihrer Strafe nicht entziehen können“, erklärte die LNA im Onlinedienst Facebook. „Wir werden den Kampf gegen den Terrorismus nicht aufgeben und weiter für die Stabilität und die Sicherheit Libyens kämpfen sowie für die Vereinigung seiner Institutionen.“

Brigadegeneral al-Mansuri war einer der wichtigsten Militärchefs der LNA und stand Haftar und dessen Söhnen Chaled und Saddam nahe. Saddam Haftar ist der designierte Nachfolger seines mehr als 80 Jahre alten Vaters.

Zwischen 2014 und 2017 spielte al-Mansuri eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Dschihadisten, die damals den Osten Libyens kontrollierten. 2019 war er maßgeblich an der Planung und der Ausführung einer großen Offensive auf Tripolis beteiligt, die 2020 mit einer Niederlage und dem Rückzug von Haftars Truppen endete.

Quelle: ntv.de, kaz/AFP

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