Anthropic will Texte seines Chatbots Claude mit einem unsichtbaren Wasserzeichen versehen. Grund sind neue EU-Vorgaben: KI-Inhalte müssen künftig mit maschinenlesbaren Markierungen versehen werden.
Das US-Unternehmen Anthropic hat angekündigt, Texte seines Chatbots Claude mit einem unsichtbaren Wasserzeichen zu versehen. Die Funktion ist für Nutzer unsichtbar und bleibt auch dann erhalten, wenn ein Text kopiert und an anderer Stelle wieder eingefügt wird.
Das Wasserzeichen bedeute nicht unbedingt, dass Claude den Text erstellt habe. Womöglich sei dieser nur von dem KI-Chatbot Claude bearbeitet oder Korrektur gelesen worden, so Anthropic. Die Kennzeichnung erfolgt, indem Claude Texte oder Bilder mit Metadaten versieht.
Geldstrafen bei Verstößen
In Claude-Versionen, die nach dem 2. August veröffentlicht wurden, ist das Wasserzeichen bereits integriert. Ältere Versionen sollen später entsprechend aktualisiert werden.
Mit den Änderungen kommt Anthropic EU-Anforderungen nach. Brüssel verlangt, dass KI-generierte Inhalte von Maschinen zu erfassende Kennzeichnungen aufweisen müssen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen.
Einen freiwilligen Verhaltenskodex haben bereits 190 Unternehmen unterschrieben, darunter Google, Meta, Microsoft, Mistral und OpenAI.
Bessere KI-Kennzeichnung auch bei Spotify
Auch der Audio-Streaming-Dienst Spotify will die KI-Kennzeichnung verbessern. Ab Mitte September soll mit dem sogenannten „AI-Persona“-Label ersichtlich werden, ob sich hinter einem Künstlerprofil echte Interpreten oder KI-generierte Inhalte verbergen.
Nutzer hatten Besorgnis über Profile geäußert, die menschlich wirken, hinter denen jedoch KI-generierte Figuren stehen. Die Kennzeichnung soll auf Bannern, in den Profilbeschreibungen, in den Suchergebnissen sowie in Playlists zu sehen sein.
