Drohnensichtungen in der Nähe von Bundeswehr-Standorten sind längst keine Einzelfälle mehr. Die Bundeswehr spricht von mehreren hundert sicherheitsrelevanten Zwischenfällen mit Drohnen in den vergangenen Jahren.
Die Bundeswehr hat in den vergangenen Jahren immer mehr Drohnensichtungen verzeichnet. „Seit Beginn der völkerrechtswidrigen russischen Vollinvasion der Ukraine im Februar 2022 hat das Meldeaufkommen auch zu Drohnensichtungen mit Bezug zur Bundeswehr deutlich zugenommen und sich verstetigt“, sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
„In Summe sind in den vergangenen Jahren einige Hundert mutmaßliche Drohnenüberflüge im Bereich der Bundeswehr gemeldet worden“, sagte der Sprecher weiter. Die Meldungen umfassten dabei vorrangig einzelne Drohnen, aber handele es sich auch um Drohnenschwärme. Details zu einzelnen Vorfällen nannte er er nicht. Er verwies aber darauf, dass Deutschland täglich hybriden Bedrohungen wie Desinformation, Fake News, Cyberangriffen, Spionage und sogar Sabotage ausgesetzt sei.
Zuletzt war in der vergangenen Woche bekannt geworden, dass über einem Militärstützpunkt in Mechernich in Nordrhein-Westfalen zwei Drohnen gesichtet worden waren. Der Fall wurde laut Bundeswehr an die Polizei übergeben. Zudem war in der vergangenen Woche eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne am Flughafen Leipzig gefunden worden. Ermittler gehen von einem Anschlagsversuch aus – die Bundesanwaltschaft ermittelt.
