Unfassbare Goldmedaille
19-Jährige stellt zweiten Weltrekord im zweiten Rennen hintereinander auf
Hat es das schon einmal gegeben? Die Italienerin Sara Curtis ist 19 Jahre alt und knackt im Finale über 50 Meter Rücken bei der EM in Paris ihren erst am Vortag aufgestellten Weltrekord. Derweil schwimmt der erst 20-jährige Deutsche Kaii Liam Winkler knapp an einer Medaille vorbei.
Die Italienerin Sara Curtis hat bei der Schwimm-EM in Paris ihren eigenen Weltrekord über 50 Meter Rücken keine 24 Stunden später nochmals verbessert. Die 19-Jährige unterbot ihre am Vortag im Halbfinale aufgestellte Fabelzeit von 26,63 Sekunden um sieben Hundertstel. In 26,56 Sekunden sicherte sie sich Gold vor der Französin Mary-Ambre Moluh (27,06) und der Britin Lauren Cox (27,15) und sorgte für den zweiten Weltrekord bei den Titelkämpfen in der französischen Hauptstadt.
Curtis, die bei den Kurzbahn-Europameisterschaften im Dezember drei Goldmedaillen gewonnen hatte, hatte am Mittwoch die vorherige Bestmarke bereits um 23 Hundertstel verbessert. Die fünfmalige Olympiasiegerin Kaylee McKeown aus Australien hatte den alten Rekord im Oktober 2023 aufgestellt.
Bisher nur eine Goldmedaille im Becken
Derweil ist Kaii Liam Winkler bei der EM in Paris über die 100 Meter Schmetterling am Podium vorbeigeschwommen. Der 20-Jährige schlug im Finale in 51,08 Sekunden als Sechster an.
Gold ging an den ungarischen Olympiasieger und Titelverteidiger Kristof Milak, der in 49,48 Sekunden den Europarekord von Maxime Grousset aus dem vergangenen Jahr um 14 Hundertstel unterbot. Der französische Weltmeister holte Silber (49,70) vor dem WM-Zweiten Noe Ponti aus der Schweiz (49,93). Am Vortag war Winkler mit der fünftschnellsten Zeit in den Endlauf eingezogen. Luca Armbruster war hingegen im Halbfinale ausgeschieden.
Olympiasieger Lukas Märtens kann bei der Schwimm-EM in Paris weiter von seiner ersten internationalen Medaille auf seiner Nebenstrecke träumen. Der Magdeburger zog drei Tage nach Staffel-Bronze über die 200 Meter Freistil am Abend in 1:44,79 Minuten als Zweitschnellster der Halbfinals in den Endlauf am Freitag (18.36 Uhr) ein. Märtens blieb nur knapp über seiner persönlichen Bestzeit von 1:44,14 Minuten und musste sich lediglich dem rumänischen Olympiasieger und Weltmeister David Popovici (1:44,56) geschlagen geben. Für Märtens‘ Staffel-Teamkollege Jarno Bäschnitt war hingegen trotz persönlicher Bestzeit als Zehnter (1:45,76) im Halbfinale Schluss.
Für die deutschen Beckenschwimmer stehen bisher fünf Medaillen zu Buche. Die bislang einzige Goldmedaille gewann Johannes Liebmann über die 800 Meter Freistil mit Europarekord (7:37,59 Minuten).
Verwendete Quellen: ntv.de, dbe/sid
