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Feuer in Deutschland: Wenn der Wald brennt: die wichtigsten Verhaltensregeln

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 17, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Feuer in Deutschland Wenn der Wald brennt: die wichtigsten Verhaltensregeln

Über die Smartphone-App „Hilfe im Wald“ lässt sich der nächste Rettungspunkt finden. (Foto: dpa)

Ein Waldbrand kann sich rasch ausbreiten. Was bei Brandgefahr zu tun ist und wann Sie die Feuerwehr rufen sollten und was Waldbesucher jetzt wissen und beachten müssen, um Feuer zu verhindern.

Bricht im Wald ein Feuer aus, wie derzeit in Nordrhein-Westfalen, muss es schnell gehen. Denn je nach Windrichtung und Trockenheit kann der Brand schnell an Boden gewinnen, warnt das Thünen-Institut für Waldökosysteme. Das ist bei Sichtung eines Waldbrandes zu tun:

Rufen Sie die Feuerwehr

Sehen Sie offenes Feuer, glühendes oder schwelendes Material oder Rauch, rufen Sie die 112. Beschreiben Sie die Örtlichkeit möglichst genau: Brandort, Brandgeschehen (Brennen Bodenvegetation oder Baumkronen?) und sind Personen, Häuser und andere Einrichtungen in Gefahr?

Dann sollten Sie sich an einen Rettungspunkt begeben, dort können Sie, falls die Sicherheitslage das zulässt, Einsatzkräfte weiter einweisen. Wichtig: Begeben Sie sich nicht selbst in Gefahr und entfernen Sie sich von der Brandstelle.

So finden Sie einen Rettungspunkt

Rettungspunkte sind Sammelorte – zu erkennen an Schildern (weißer Punkt auf grünem Hintergrund) im Eingangsbereich von Wäldern. Sie erleichtern bei Unfällen oder Bränden die Angabe des Standortes. Ärzte oder Feuerwehr finden so schneller Verletzte beziehungsweise den Ort des Geschehens.

Wo sich der nächste Punkt befindet, lässt sich am besten über die kostenlose App „Hilfe im Wald“ (für Android und iOS) bestimmen. Die mehr als 50.000 Rettungspunkte sind dort über GPS verzeichnet.

Falls Sie den nächsten Rettungspunkt nicht ermitteln können, beschreiben Sie Ihren Aufenthaltsort am Telefon möglichst genau und erwähnen Sie markante Dinge in der Umgebung – wie eine Hütte, einen Felsen oder einen Berg, rät der Malteser Katastrophenschutz.

Es brennt bislang nicht, aber ist sehr trocken?

Wer in der Nähe eines Waldes wohnt oder auch bei starker Trockenheit darin unterwegs ist, sollte die Waldbrandlage im Blick behalten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) veröffentlicht auf seiner Webseite tagesaktuell den sogenannten Waldbrandgefahrenindex.

Dort wird auf einer Karte angegeben, wie hoch aus meteorologischer Sicht die Waldbrandgefahr in den einzelnen Regionen Deutschlands ist. Die Gefahrenhöhe ist in fünf Stufen eingeteilt. Stufe 5 bedeutet sehr hohe Gefahr.

Brandgefahr im Sommer: Was im Wald verboten ist

1. Rauchen verboten

Das Rauchen im Wald ist in vielen Bundesländern vom 1. März bis zum 31. Oktober verboten. In den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gilt sogar ein ganzjähriges Rauchverbot, informiert das Thünen-Institut für Waldökosysteme.

2. Auf Lagerfeuer verzichten

Lagerfeuer? Keine gute Idee. Schon ein Funke kann ein Inferno auslösen. Achten Sie darauf, dass Grillen oder das Entzünden eines Lagerfeuers außerhalb von Privatgrundstücken nur dort erlaubt ist, wo ein entsprechender Hinweis das gestattet, informiert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Nach dem Grillen sollte die Asche in die vorgesehenen Aschecontainer entsorgt werden. Ist dies nicht möglich, löschen Sie die Glut mit viel Wasser und entsorgen Sie die kalte Asche in den Müll.

Bei hoher Brandgefahr ist ein offenes Feuer in der Landschaft oftmals gänzlich verboten, auch auf den Grillplätzen.

3. Nicht im Wald parken

Heißgelaufene Motoren sind eine Brandgefahr. Die Auspuffanlage und Katalysatoren unter dem Fahrzeug erhitzen sich nach wenigen Minuten auf mehrere hundert Grad Celsius. Auch Bremsen können sehr heiß werden. Trockene Gräser und Gestrüpp auf dem Boden können sich so leicht entzünden, warnt der ADAC.

Stellen Sie Autos, Motorräder und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge nicht auf Wiesen und Waldwegen, sondern nur auf ausgewiesenen Parkplätzen ab. Halten Sie außerdem die Zufahrtswege zu Waldgebieten unbedingt frei. Im Ernstfall nutzen Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und andere Hilfsdienste diese Zufahrten und Rettungswege.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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