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Startseite»Nachrichten»„Verschlechterung der Beziehung“: Russland zieht Botschafter aus London ab
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„Verschlechterung der Beziehung“: Russland zieht Botschafter aus London ab

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 23, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Verschlechterung der Beziehung“Russland zieht Botschafter aus London ab

Moskau macht Großbritannien für die derzeit schlechten Beziehungen verantwortlich. (Foto: IMAGO/ZUMA Press)

Die Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien sind seit Beginn des Ukraine-Krieges schwer belastet. Nun zieht Moskau Konsequenzen und spricht von einem „historischen Tiefstand“. Der Schritt soll offenbar auch den Druck auf London erhöhen.

Wegen der britischen Unterstützung für die Ukraine hat Russland seinen Botschafter aus Großbritannien abgezogen. Andrei Kelin habe „seine diplomatische Mission beendet“, erklärte die russische Botschaft in London im Onlinedienst Telegram. Hintergrund sei die „Verschlechterung der Beziehungen“ zwischen Russland und Großbritannien wegen der britischen Unterstützung der Ukraine, erklärte die Botschaft weiter. Die Beziehungen hätten nunmehr einen „historischen Tiefstand“ erreicht – und zwar „vollständig auf Initiative Londons“.

Dem Bericht der „Sunday Times“ zufolge verließ Kelin, der seit sieben Jahren Botschafter in London war, Großbritannien bereits am 21. Juli. Seither werde die Botschaft von einem Geschäftsträger geleitet. Über einen Nachfolger sei noch nichts bekannt und es sei auch unklar, wann ein solcher benannt werden könnte. Die Abberufung eines Botschafters sei eine Möglichkeit, „starken Unmut oder Protest auszudrücken, ohne die Beziehungen vollständig abzubrechen“, schrieb die „Sunday Times“.

Ein in dem Artikel zitierter Sprecher sagte demnach zu den Gründen, Großbritannien habe „den Weg der Konfrontation“ mit Russland gewählt. Der Schritt solle London dazu zwingen, „die Unterstützung für die Ukraine zu überdenken“. Russland wolle das „Niveau der diplomatischen Beziehungen“ aber nicht generell herabstufen.

London zählt zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine im Krieg mit Russland. Seit Beginn der groß angelegten russischen Invasion im Jahr 2022 hat das Land rund 25 Milliarden Pfund (umgerechnet 29 Milliarden Euro) bereitgestellt, davon 16 Milliarden Pfund für militärische Hilfe.

Nach Berichten über den Einsatz britischer Drohnen durch die ukrainische Armee tief im Landesinneren in Russland hatte die Botschaft bereits am 18. August mit Konsequenzen gedroht. Großbritannien sei zu einem „Mittäter und Komplizen“ von „Kiews Terrorapparat“ geworden. Am Montag warnte Moskau, Großbritannien werde dafür einen „Preis bezahlen“.

Das britische Außenministerium wollte sich nicht konkret zu dem Fall äußern und erklärte, Großbritannien „steht weiterhin fest an der Seite der Ukraine“. Kiew habe das Recht, sich gegen die rechtswidrige und unprovozierte Invasion durch Russland zu verteidigen“. Botschafts-Angelegenheiten seien „Sache des russischen Außenministeriums“.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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