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Startseite»Nachrichten»„Ultimative Intervention“: Donald Trump droht dem Anleihemarkt mit dem Militär
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„Ultimative Intervention“: Donald Trump droht dem Anleihemarkt mit dem Militär

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 24, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Ultimative Intervention“ Donald Trump droht dem Anleihemarkt mit dem Militär

24.08.2026, 12:07 Uhr Von Jan Gänger
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Trump fährt schwere Geschütze auf. (Foto: REUTERS)

Für Donald Trump ist Politik eine Frage von Stärke, Druck und Eskalation. Nun spricht er sogar bei einer Frage zu steigenden Anleiherenditen vom US-Militär. Was er damit meint, ist unklar.

Donald Trump hat schon häufig mit dem Einsatz des US-Militärs gedroht. Nun bringt er allerdings ein überraschendes Ziel ins Spiel: den Markt für amerikanische Staatsanleihen.

„Wir haben viele Arten der Intervention“, sagte der US-Präsident vor dem Abflug mit der Air Force One. „Die ultimative Intervention ist unser Militär. Und wenn wir es einsetzen müssen, werden wir es tun.“ Vorausgegangen war eine Frage zu den steigenden Renditen von US-Staatsanleihen. Die Rendite gibt an, wie teuer es für den Staat ist, sich Geld von Investoren zu leihen. Je höher sie ist, desto mehr Zinsen muss er zahlen.

Finanzminister Scott Bessent hatte zuvor angekündigt, die Käufe langlaufender Staatspapiere mindestens zu verdoppeln. Die Maßnahme drückte die Renditen zunächst, doch anschließend stiegen sie wieder. Eine Reporterin wollte deshalb von Trump wissen, ob er mit Bessent über eine andere Form der Intervention gesprochen habe und ob der Finanzminister weitere Schritte plane. Darauf folgte Trumps bemerkenswerte Erwähnung des Militärs.

Bessent hatte bei CNBC den „großen Werkzeugkasten“ der Regierung zur Stabilisierung des Anleihemarkts hervorgehoben. Er wollte aber nicht sagen, welche weiteren Mittel zur Verfügung stehen. Nach Trumps Äußerung ist aber unklar, ob Präsident und Finanzminister vom selben Werkzeugkasten sprechen.

Anleihemarkt ist unbeeindruckt

Wie ein Einsatz des Militärs die US-Renditen drücken könnte, erläuterte Trump nicht. Dass er tatsächlich eine solche Maßnahme erwägt, erscheint angesichts der Absurdität zweifelhaft. Möglich ist, dass Trump schlicht am Wort „Intervention“ festhielt, sich gedanklich vom Anleihemarkt löste und zu den Machtmitteln der USA sprang. Das Militär wäre dann tatsächlich die ultimative Form der Intervention.

Vielleicht zog Trump aber doch eine reale ökonomische Verbindung. Militärische Einsätze können Anleiherenditen durchaus bewegen, nur eben nicht direkt. Eskaliert ein Konflikt, können etwa Ölpreise und damit Inflation steigen. Das wiederum kann die Aussicht auf niedrigere Zinsen verschlechtern und Renditen nach oben treiben. Umgekehrt flüchten Anleger in Krisen oft in US-Staatsanleihen, was deren Kurse steigen, und die Renditen fallen lässt. Ein Militäreinsatz könnte den Bondmarkt also beeinflussen – aber nur über solche Umwege.

Die eigentliche Pointe liegt darin: Trump reagiert auf Probleme durch Drohungen und Machtdemonstrationen. Er kann Unternehmen unter Druck setzen, Handelspartner mit Zöllen überziehen, den venezolanischen Präsidenten entführen lassen und den Iran bombardieren. Der Anleihemarkt entzieht sich dieser Logik. Er lässt sich weder einschüchtern noch zum Einlenken zwingen.

Quelle: ntv.de

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Dr. Heinrich Krämer
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