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Startseite»Nachrichten»„Empörend und unehrlich“: Mark Ruffalo wehrt sich gegen Antisemitismus-Vorwurf
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„Empörend und unehrlich“: Mark Ruffalo wehrt sich gegen Antisemitismus-Vorwurf

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 24, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Empörend und unehrlich“Mark Ruffalo wehrt sich gegen Antisemitismus-Vorwurf

Mark Ruffalo betont, seine Positionen beruhen nicht auf „Feindseligkeit gegenüber jüdischen Menschen“. (Foto: IMAGO/WENN)

Die geplante Milliardenübernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount kritisiert Mark Ruffalo scharf. Der Konzern reagiert mit einem schweren Vorwurf gegen den Schauspieler. Der weist die Anschuldigung entschieden zurück – und legt noch einmal nach.

Mark Ruffalo wehrt sich gegen einen Antisemitismus-Vorwurf von Paramount Skydance. Der Schauspieler hatte die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount kritisiert und dabei die Verbindungen des Konzerns zu Oracle und zum israelischen Militär thematisiert. Paramount warf ihm daraufhin vor, antisemitische Stereotype zu bedienen. Der 58-jährige Ruffalo bezeichnete den Vorwurf als „empörend und grundsätzlich unehrlich“.

Hintergrund ist die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance. Das Geschäft hat ein Volumen von rund 111 Milliarden US-Dollar. Paramount wird von David Ellison geführt, dessen Vater Larry Ellison Mitgründer von Oracle ist. Ruffalo kritisierte, dass mit Oracle ein Unternehmen mit engen Verbindungen zum israelischen Militär Teil eines derart großen Medienkonzerns werden könnte.

Der Schauspieler hatte unter anderem einen Ausschnitt eines Interviews mit Safra Catz, der früheren Oracle-Chefin und heutigen Vize-Vorsitzenden des Unternehmens, geteilt. Darin sprach Catz über Technologien, die Oracle zur Unterstützung Israels bereitgestellt habe. Ruffalo schrieb dazu, diese Technologien könnten künftig Teil eines der größten Medienkonzerne der Welt werden.

Paramount reagierte mit deutlichen Worten. Das Unternehmen erklärte, man sei besorgt, wenn im Zusammenhang mit einem Geschäftsstreit antisemitische Stereotype bemüht würden. Die Begriffe „Genozid“ und „Apartheid“, die Ruffalo im Zusammenhang mit der israelischen Politik und Oracle verwendet hatte, seien unangemessen und würden das Leid, für das diese Begriffe stünden, entwerten.

Ruffalo legte daraufhin in einem ausführlichen X-Post nach. Die Anschuldigung, er sei antisemitisch, sei „empörend und grundsätzlich unehrlich“, schrieb der Schauspieler. Die Kritik an der Politik des israelischen Ministerpräsidenten, einem militärischen Technologievertrag oder den Führungskräften, die solche Verträge ermöglichten, sei nicht mit einer Kritik an jüdischen Menschen gleichzusetzen.

Seine Positionen beruhten auf seinen eigenen politischen Überzeugungen und sollten „niemals als Feindseligkeit gegenüber jüdischen Menschen“ verstanden werden, betonte Ruffalo. Er habe „tiefe Liebe und Respekt“ für jüdische Menschen. Seine Sicht auf Schauspiel, Aktivismus und Humanismus sei zudem stark durch jüdische Freunde, Kollegen und Menschen geprägt worden, die seit vielen Jahren Teil seines Lebens seien.

Gleichzeitig verteidigte Ruffalo seine Kritik an der geplanten Übernahme. Die Geschäfte der Familie Ellison und insbesondere Oracles Aktivitäten im Bereich Daten, Überwachungstechnologie und Regierungsaufträge müssten öffentlich hinterfragt werden. Gleiches gelte für mögliche Folgen des Deals für die redaktionelle Freiheit, Medienvielfalt und die Arbeitsplätze Tausender Menschen.

Ruffalo verwies außerdem darauf, dass Abgeordnete beider Parteien eine Prüfung des Geschäfts unter dem Gesichtspunkt der nationalen Sicherheit gefordert hätten. Solange die zuständigen Behörden darauf keine ausreichende Antwort gegeben hätten, sollte die Übernahme seiner Ansicht nach nicht stattfinden. „Jetzt ist die Zeit, all diese Fragen mutig zu untersuchen, nicht zurückzuweichen“, schrieb er.

Quelle: ntv.de, mba/spot

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