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Startseite»Nachrichten»Fliegerbombe im Kanal entdeckt: Tausende Berliner wegen Bombenentschärfung evakuiert
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Fliegerbombe im Kanal entdeckt: Tausende Berliner wegen Bombenentschärfung evakuiert

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 27, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Fliegerbombe im Kanal entdecktTausende Berliner wegen Bombenentschärfung evakuiert

Bevor die Entschärfung beginnen konnte, musste die Polizei an Tausenden Wohnungstüren klingeln. (Foto: picture alliance/dpa)

Am Vormittag stoßen Kanalarbeiter in Berlin-Neukölln auf eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Bevor sie entschärft werden kann, müssen Tausende Anwohner das Gebiet verlassen. Erst am Abend kann der Kampfmittelräumdienst an die Arbeit gehen.

In Berlin-Neukölln ist eine 100 Kilogramm schwere Fliegerbombe entschärft worden. Kurz vor Mitternacht konnten Tausende Menschen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. „Es besteht keine Gefahr mehr“, teilte die Polizei mit. „Alle Absperrungen sind aufgehoben.“ Bewohner aus etwa 5600 Haushalten hatten zuvor ihr Zuhause verlassen müssen. 

Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war im Neuköllner Schifffahrtskanal bei Kanalarbeiten gefunden worden. Sie zu einem Sprengplatz zu transportieren, wäre zu riskant gewesen. Also wurde um den Fundort ein 500 Meter großer Sperrkreis eingerichtet. Beamte klingelten an den vielen Türen, damit die Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Auf beiden Seiten des Schifffahrtskanals waren Lautsprecherwagen unterwegs, um die Menschen zu informieren. Die Behörden warnten auch über das System Katwarn. 

Mehrere Bombenfunde jährlich

Die Evakuierung des Gefahrenbereichs durch das Rote Kreuz habe verhältnismäßig lange gedauert, weil auch mehrere Pflegeeinrichtungen betroffen waren, erklärte Polizeisprecher Florian Nath. Die Bombe war am Vormittag entdeckt worden, mit der Evakuierung wurde am Nachmittag begonnen. Erst gegen 21.45 Uhr war der Sperrkreis geräumt. Von den Sperrungen war auch der Berliner Nahverkehr betroffen. Polizei, Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und andere Organisationen waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Allein die Polizei war eigenen Angaben zufolge mit rund 200 Kräften vor Ort. Der Bezirk richtete eine Notunterkunft mit etwa 200 Plätzen ein.

Die Entschärfung selbst ging dann schnell vonstatten: Der Kampfmittelräumdienst entfernte zunächst den Zünder der Fliegerbombe und sprengte ihn dann kontrolliert.

Dass Weltkriegsbomben in Berlin gefunden werden, sei immer noch an der Tagesordnung, sagte Polizeisprecher Halweg. Mehrere Funde pro Jahr seien durchaus üblich. Auch im benachbarten Brandenburg werden immer wieder Blindgänger entdeckt – zuletzt Mitte Juni in Potsdam. Damals waren rund 6.500 Menschen von der Evakuierung betroffen. Im dicht besiedelten Berlin haben Bombenfunde selbst bei kleineren Sperrkreisen oft große Auswirkungen für die Anwohnerinnen und Anwohner.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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