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Startseite»Nachrichten»Entsendet Kim erneut Soldaten?: Gefährliche Allianz: Russland terrorisiert Ukraine mit Nordkoreas Raketen
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Entsendet Kim erneut Soldaten?: Gefährliche Allianz: Russland terrorisiert Ukraine mit Nordkoreas Raketen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 27, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Entsendet Kim erneut Soldaten?Gefährliche Allianz: Russland terrorisiert Ukraine mit Nordkoreas Raketen

Bei russischen Luftangriffen auf die Region Kiew wurden in der Nacht zwei Menschen verletzt. (Foto: REUTERS)

In der Nacht beschießt Russland die Ukraine mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern. Auch nordkoreanische Ballistik kommt zum Einsatz. Nach ukrainischen Angaben werden bei den Angriffen mehrere Menschen verletzt.

Russland hat die Ukraine in der Nacht nach ukrainischen Angaben mit Drohnen, Marschflugkörpern und Raketen. Darunter befanden sich demnach auch nordkoreanische Raketen. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzten die russischen Streitkräfte in der vergangenen Nacht neben 258 Drohnen sowie Marschflugkörpern auch ballistische Raketen der Typen Iskander-M und KN-23 ein. Bei den KN-23 handelt es sich um nordkoreanische Kurzstreckenraketen.

Seit dem 11. August macht die Luftwaffe allerdings keine genauen Angaben zur Zahl der von Russland bei den allnächtlichen Angriffen eingesetzten und von der Ukraine abgewehrten Raketen mehr. Aus dem jüngsten Bericht geht jedoch hervor, dass die russische Armee in der vergangenen Nacht mindestens sieben ballistische Raketen abfeuerte.

Nach Behördenangaben wurden bei den russischen Luftangriffen mehrere Menschen verletzt. In der Hauptstadtregion Kiew wurden nach Angaben des Gouverneurs eine 15-Jährige und eine 73-Jährige leicht verletzt. Russland habe die Region die ganze Nacht lang mit Drohnen und Raketen beschossen, schrieb der Chef der regionalen Verwaltung, Tymur Tkaschenko, am Morgen auf Telegram. In Krywyj Rih, der Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wurden nach Behördenangaben drei Menschen verletzt. In der Regionalhauptstadt Saporischschja und der Umgebung werden sieben Verletzte gemeldet, darunter drei Kinder.

Nordkorea ist ein enger Verbündeter Moskaus. In der Vergangenheit hatte Pjöngjang bereits mehrfach Soldaten nach Russland entsandt. Diese waren den Russen besonders bei der Abwehr der ukrainischen Offensive in der russischen Grenzregion Kursk von August 2024 bis März 2025 eine große Hilfe.

Vor wenigen Wochen meldete Präsident Selenskyj, dass Russland sich auf die Stationierung weiterer Soldaten auf seinem Staatsgebiet vorbereite. „Das ist das erste Mal, dass sie den Krieg ohne die Unterstützung aus Nordkorea gar nicht mehr weiterführen können“, sagte der Staatschef damals. Er bezifferte die Zahl der Soldaten mit 30.000 bis 50.000. Auch Südkorea berichtete, dass Nordkorea plane, der russischen Armee weitere Soldaten an die Seite zu stellen. Seoul sieht aber keine Anzeichen dafür, dass die Entsendung unmittelbar bevorsteht.

Kleine Waffenhilfe für die Ukraine

Erst in der Nacht auf den 11. August hatte Russland unter anderem nordkoreanische Raketen gegen sein Nachbarland eingesetzt. Der Einsatz nordkoreanischer Waffen, die russischen Vorbereitungen auf eine Mobilmachung und die vermehrte Produktion ballistischer Raketen zeigten, dass Russland keinen Frieden anstrebe, mahnte Selenskyj nach der Attacke in sozialen Netzwerken. „Die Welt muss jetzt reagieren, statt abzuwarten.“

Kiew fordert von seinen Partnern seit Monaten mehr Abfangraketen des Typs Patriot, um mehr russische Raketen und Marschflugkörper abwehren zu können. Vor wenigen Tagen teilte Selenskyj während einer Pressekonferenz mit seinem estnischen Amtskollegen Alar Karis mit, dass die Ukraine einige Patriot-Raketen erhalten habe. Eine konkrete Zahl nannte er nicht. Sein Land benötige aber weitere Patriot-Raketen, fügte Selenskyj hinzu.

Ohne Abfangraketen ist die Ukraine russischen Raketenangriffen weitestgehend schutzlos ausgeliefert. In der vergangenen Nacht konnte die Luftwaffe mit sieben ballistischen Raketen erstmals seit längerem wieder eine höhere Zahl an Raketen abfangen. Zusammen mit Verbündeten entwickelt die Ukraine derzeit eine europäische Alternative zu den Patriot-Systemen der USA. Das Raketenabwehrsystem namens „Freyja“ wird aller Voraussicht nach allerdings erst im kommenden Jahr fertiggestellt werden.

Quelle: ntv.de, lar

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