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Startseite»Nachrichten»Auch Software-Werte legen zu: Nvidia übertrifft Erwartungen und gibt US-Börsen Auftrieb
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Auch Software-Werte legen zu: Nvidia übertrifft Erwartungen und gibt US-Börsen Auftrieb

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 27, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Auch Software-Werte legen zuNvidia übertrifft Erwartungen und gibt US-Börsen Auftrieb

Der Blick der Anleger richtet sich auch auf die Geldpolitik – am Freitag wird die erste Rede des neuen US-Notenbankchefs Warsh erwartet. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Nvidia hat seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal mehr als verdoppelt, die Aktien steigen um rund 9,5 Prozent. Derweil belastet eine geplante Milliarden-Anleihe den Impfstoffhersteller Moderna. Am Ölmarkt sorgt die unklare Gemengelage in Nahost weiter für Nervosität.

Ein optimistischer Ausblick des KI-Vorreiters Nvidia gibt den US-Börsen am Donnerstag Rückenwind. Die Anleger griffen dabei vor allem bei den Technologieaktien zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 1,5 Prozent höher bei 26.523 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 gewann knapp ein Prozent auf 7736 Zähler. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte rückte um knapp ein halbes Prozent auf 53.666 Stellen vor.

Nvidia hat dank der ungebrochenen Nachfrage nach Hardware für Künstliche Intelligenz (KI) seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal mehr als verdoppelt und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Über den Schätzungen lag ebenfalls die Umsatzprognose des Chipriesen für das laufende dritte Quartal. Die Nvidia-Aktien stiegen um rund 9,5 Prozent. „Für Nvidia ist es zur Routine geworden, die Quartalserwartungen zu übertreffen“, kommentierte Matthew Tuttle, Chef von Tuttle Capital Management. „Es ist der Nachfrageausblick, den der Markt belohnt hat.“

Auch Software-Werte, die zuletzt unter der Sorge über eine Verdrängung durch KI-Anwendungen gelitten hatten, legten zu. So schossen die Aktien von Salesforce um mehr als 20 Prozent in die Höhe, nachdem der SAP-Rivale seine Jahresprognose angehoben hatte. Eine Prognoseerhöhung beflügelte ebenfalls die Aktien des Cybersicherheitsspezialisten CrowdStrike, die um knapp 20 Prozent kletterten.

Die Papiere von Moderna gaben hingegen um mehr als fünf Prozent nach. Der Impfstoffhersteller will nach eigenen Angaben zwei Milliarden Dollar über eine privat platzierte Wandelanleihe mit Laufzeit bis 2032 aufnehmen.

Der Blick der Anleger richtet sich auch auf die Geldpolitik. Am Freitag wird die erste Rede des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh auf der Konferenz in Jackson Hole erwartet. Investoren erhoffen sich Hinweise auf den künftigen Zinskurs und die Haltung der Währungshüter zu den jüngsten Inflationsdaten. „Investoren wollen von Warsh wissen, welche Schwellenwerte und Daten ihn und den Ausschuss zu einer Zinsänderung bewegen würden“, sagte Anthony Saglimbene, Chefstratege beim Finanzdienstleister Ameriprise. Jüngste Daten hatten ein uneinheitliches Bild gezeigt.

Am Ölmarkt sorgte die unklare Gemengelage in Nahost weiter für Nervosität. Die Preise für die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI legten zwar um jeweils rund ein Prozent zu. In dieser Woche verbuchen sie jedoch einen Verlust von insgesamt rund fünf Prozent, bei Preisen von 88,95 und 82,91 Dollar je Fass (159 Liter). Iran und Oman arbeiten einem iranischen Insider zufolge an den Details eines Abkommens zur Kontrolle der Straße von Hormus. Die für den internationalen Transport von Öl, Gas und anderen Gütern wichtige Meerenge ist seit Beginn des Kriegs der USA gegen den Iran vor einem halben Jahr weitgehend blockiert. Versorgungsängste haben den Ölpreis in den vergangenen Monaten deutlich nach oben getrieben und Inflationssorgen geschürt.

Zudem hat das Weiße Haus mitgeteilt, dass es derzeit keine Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gebe, man sich aber weiterhin alle Optionen offenhalte. „Das wird auch so bleiben, bis der Präsident der Ansicht ist, dass der Iran mit ernsthaften Absichten an den Verhandlungstisch kommt. Das haben wir bislang nicht gesehen“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, in einem Interview mit dem Sender Fox News.

Quelle: ntv.de, are/rts

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