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Startseite»Nachrichten»NFL Erkenntnisse Woche 1: Wilde Vikings fallen über Packers her
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NFL Erkenntnisse Woche 1: Wilde Vikings fallen über Packers her

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 14, 2026Keine Kommentare6 Minuten Lesezeit
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Die Minnesota Vikings starten bitter in die neue NFL-Saison – und zünden dann den Turbo. Die Chicago Bears dagegen geben von der ersten Sekunde an Vollgas – sehr zum Leidwesen der Panthers.

Was wäre, wenn die Minnesota Vikings einen guten Quarterback hätten? Diese Frage stellen wir uns seit Jahren und auch in diesem Jahr könnte das wieder ein Thema werden. Kyler Murray begann dieses Spiel und warf direkt mal eine Interception. Anschließend erlitt er eine Gehirnerschütterung nach einem üblen Hit von Packers-Defensive-Back Javon Bullard, sodass er früh raus musste.

Carson Wentz übernahm und hatte dann einen seiner wenigen lichten Momente, was unterm Strich reichte, um einen seltenen Erfolg für die Vikings einzufahren: Am Ende stand es 39:22! Genau genommen war dies laut NFL Research der erste Sieg mit mindestens 15 Punkten Unterschied in der Vikings-Geschichte, in dem man mindestens 150 Yards weniger erzielte als der Gegner. Die Packers hatten 417 Yards, die VIkings nur 239. Wentz selbst warf auch nur für 133 Yards, fand damit aber dreimal die Endzone. Vor allem aber fand er Superstar Justin Jefferson, der es auf 92 Yards und zwei Touchdowns brachte.

Jefferson fängt spektakulären Touchdown gegen Packers

Das alles war jedoch nur das Beiwerk aus Sicht der Vikings. Entscheidend war vielmehr, was die Defense von Defensive Coordinator Brian Flores veranstaltete. Man ist verrückte Dinge von dieser Truppe gewöhnt, doch am Sonntag wuchs sie über sich hinaus.

Flores gilt sowieso als äußerst aggressiv, doch dieses Mal kam er auf eine Blitz Rate von 73,91 Prozent, was über 50 Prozent über dem Ligaschnitt liegt. Blitzen bedeutet im Übrigen, dass eine Verteidigung mehr Spieler auf Quarterback-Jagd schickt als in der Defensive Line stehen, Extra-Pass-Rusher also. Damit brachten es die Vikings auf eine Pressure Rate von 56,52 Prozent, Quarterback Jordan Love stand also unter Dauerbeschuss und warf am Schluss dann auch eine Interception.

Unterm Strich ist diese Leistung eine weitere Erinnerung daran, wie gut Minnesota sein kann. Die Frage wird einmal mehr sein: wird der Quarterback, wer auch immer es sein mag, gut genug sein, um dieser Wucht nicht im Weg zu stehen?

Bears bestätigen Coach

„Ich will die punktereichste Offense aller Zeiten haben – das ist aktuell die der Denver Broncos von 2013. Ich weiß, wie viele Punkte sie pro Spiel erzielt haben (37,9), und ich will sie übertreffen. Ich will Shutouts. Ich will Blowouts“, sagte Head Coach Ben Johnson kürzlich über seine Zielsetzung für seine Chicago Bears in der kommenden Saison.

Video poster

Fürchterliche Pleite: Bears vermöbeln Panthers historisch

Während das mit den Shutouts eher nicht funktioniert hat, lief das mit dem Blowout sehr gut. Die Bears haben die Carolina Panthers mit 59:37 zum Saisonstart zerstört und dabei offensiv neue Sphären erreicht. Das Gesamtergebnis – 96 Punkte – ist dabei sogar ein Rekord für Woche 1. Nie zuvor erzielten zwei Teams in einem Spiel zu Saisonbeginn so viele Punkte – der bisherige Rekord lag bei 88 (Buccaneers – Saints 48:40) aus dem Jahr 2018.

Bemerkenswert an dieser Vorstellung war vor allem, wie Caleb Williams Jahr 2 unter Johnson begonnen hat. Er brachte 72,4 Prozent seiner Pässe an. Eine Passquote von 72 Prozent war Johnsons Zielsetzung für Williams vor der vergangenen Saison, was utopisch wirkte, nachdem er als Rookie nur 62,5 Prozent der Pässe anbrachte – 2025 waren es dann sogar nur noch 58,1. Er warf für 269 Yards und zwei Touchdowns, lief dazu noch für 65 weitere Yards – und zwei weitere Touchdowns. Was will man mehr?

Bemerkenswert und schockierend auch: Der hochveranlagte Tight End des Teams, Colston Loveland, war trotz 59 Punkten und wahnsinnigen 552 Total Net Yards überhaupt kein Faktor. Er sah nur zwei Pässe in seine Richtung und fing keinen davon. Neben den Wide Receivern Rome Odunze und Luther Burden ist er eigentlich die wichtigste Anspielstation für Chicago. Doch offenbar geht’s auch ohne ihn, was nichts Gutes verheißt für die Konkurrenz der Bears, die im Übrigen auch für 291 Yards und sechs Touchdowns insgesamt gelaufen sind.

Falcons früh in großer Not

Das übergreifende Thema hier mag „Overreaction Monday“ sein, speziell nach nur einem Spiel. Aber ist es wirklich eine Überreaktion, wenn man mit Bezug auf Atlanta schon jetzt die Alarmsirenen schrillen hört? Ich denke nicht!

Liebe Leser, lassen Sie mich die Situation vor dem 13:20 bei den Steelers rekapitulieren: Die Falcons starten mit Quarterback Cooper Rush in die Saison, weil Michael Penix nach seinem Kreuzbandriss der Vorsaison noch nicht so weit ist. Und weil Neuzugang Tua Tagovailoa Rücken hat, was genauso wenig überraschend war wie Penix‘ x-ter Kreuzbandriss. Damit aber nicht genug, denn noch am Samstag machte die Meldung die Runde, dass auch Rush nur knapp 24 Stunden vor dem Steelers-Spiel ebenfalls über Rückenprobleme klagte. Kein Witz!

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T.J. Watt legt unglaublichen Interception-Return-Touchdown hin

Die Krönung war dann Stunden vor dem Spiel eine Situationsbeschreibung von ESPN-Reporter Adam Schefter, der darauf aufmerksam machte, dass der Notfall-Quarterback hinter Rush und Undrafted-Rookie Jack Strand kein geringerer als Wide Receiver Olamide Zaccheaus wäre. Letzterer wiederum ist eigentlich auch der Nummer-3-Receiver des Teams und war zudem für dieses Spiel der Nummer-3-Running-Back hinter Bijan Robinson und dessen Stunt-Double Brian Robinson. Wenn das keine grandiose Kaderplanung des Braintrusts um „President of Football“ Matt Ryan, General Manager Ian Cunningham und Coach Kevin Stefanski ist, weiß ich auch nicht weiter.

Am Ende verlief das Spiel wie erwartet verheerend. Rush kam auf ganze 143 Yards (TD) und warf zwei Interceptions, darunter einen grandiosen Pick-Six von T.J. Watt. Die Falcons kamen auf schlimme -0,329 Expected Points Added pro Play, was so viel heißt wie: sie waren äußerst ineffizient unterwegs. Ihre Success Rate von 40,4 Prozent – also der Anteil an positiven Plays eines Teams – war ebenso schlecht.

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T.J. Watt legt unglaublichen Interception-Return-Touchdown hin

Dass es dann am Ende nur 13:20 hieß lag dann naturgemäß daran, dass die Steelers nicht viel besser waren (-0,284 EPA/Play, 32,8 Success Rate) und mal wieder von ihrer Defense getragen wurden. Watt, der überragte, ist nun erst der zweite Spieler der NFL-Geschichte mit mindestens 100 Sacks und zehn Interceptions. Der andere ist Hall-of-Famer Julius Peppers.

Doch zurück zu den Falcons: Ihr größtes Problem vor der Saison war Kadertiefe, eben weil diese nicht vorhanden ist. Woche 1 untermalte dies schon eindrucksvoll. Schaut man sich dazu die Leistungen der anderen Teams der NFC South an, könnte dies das vielleicht schlechteste Team der Division sein.

Verwendete Quelle: ntv.de

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Dr. Heinrich Krämer
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