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Startseite»Nachrichten»Schuldig in 60 Anklagepunkten: Brite gesteht jahrzehntelangen Missbrauch seiner Ehefrau
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Schuldig in 60 Anklagepunkten: Brite gesteht jahrzehntelangen Missbrauch seiner Ehefrau

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 15, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Schuldig in 60 AnklagepunktenBrite gesteht jahrzehntelangen Missbrauch seiner Ehefrau

Der Polizeichef sprach von einer „schrecklichen Missbrauchsserie“. (Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Der Fall Gisèle Pelicot in Frankreich schockiert seinerzeit die Öffentlichkeit. Ein Einzelfall ist er keineswegs. In Großbritannien gibt ein Mann vor Gericht nun zu, seine Ehefrau massiv sexuell missbraucht zu haben – mehr als 20 Jahre lang.

In England hat ein Mann vor Gericht zugegeben, seine Ehefrau mehr als 20 Jahre lang betäubt und vergewaltigt zu haben. Insgesamt bekannte sich der Mann vor einem Gericht in Manchester in 60 Anklagepunkten schuldig, darunter mehrere Fälle von Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen sowie das vorsätzliche Verabreichen einer Substanz, wie die Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal berichtete.

Die Taten spielten sich demnach zwischen 2004 und 2025 ab. Bereits vor Monaten hatte sich der Mann wegen eines Teils der Straftaten zwischen 2022 und 2025 schuldig bekannt, darunter auch die Weitergabe intimer Bilder. Neben ihm sind zwölf weitere Männer wegen sexueller Straftaten gegen die Frau angeklagt, sie bestreiten jedoch laut PA allesamt die Vorwürfe.

Während der Mann sein Geständnis ablegte, saß die Frau den Angaben nach gemeinsam mit Familienangehörigen auf der Zuschauertribüne. Die Identität des Mannes wurde nicht öffentlich gemacht, um Rückschlüsse auf die Identität der Frau zu verhindern. Der stellvertretende Chef der Polizei der Region Greater Manchester, Rick Jackson, sprach nach dem Geständnis des Mannes laut PA von einer „schrecklichen Missbrauchsserie“.

Der Fall weckt Erinnerungen an den Missbrauchsskandal um Gisèle Pelicot. Die Französin wurde von ihrem damaligen Ehemann über knapp zehn Jahre mit Medikamenten betäubt, missbraucht und Dutzenden Fremden zur Vergewaltigung angeboten. Neben ihrem Ex-Mann wurden 50 Mittäter im Jahr 2024 zu langen Haftstrafen verurteilt.

Ein ähnlicher Fall wird derzeit in Deutschland vor Gericht verhandelt: Einem Mann aus der Region Hannover wird vorgeworfen, seine frühere Lebensgefährtin betäubt, vergewaltigt und gefilmt zu haben. 103 Fälle über mehr als vier Jahre zählte die Anklage am Landgericht zuletzt auf.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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