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Widerspruch zu Trump: US-Militär gesteht Munitionsknappheit durch Iran-Krieg ein

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 15, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Widerspruch zu TrumpUS-Militär gesteht Munitionsknappheit durch Iran-Krieg ein

Eine MQ-9-Reaper-Drohne soll etwas mehr als 30 Millionen US-Dollar kosten. 30 davon sollen im Krieg mit dem Iran zerstört worden sein. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Lange widersprechen US-Präsident Trump und Verteidigungsminister Hegseth Berichten über geringe Munitionsbestände. Nun zeigt sich, dass diese korrekt sind. Die Generalinspektion des Pentagon sieht „strategische Bestandslücken“. Auch die Ausgaben des US-Militärs sind schwindelerregend.

Die Generalinspektion des US-Verteidigungsministeriums hat in einem Bericht eine Munitionsknappheit wegen des kostspieligen Iran-Kriegs eingeräumt. In dem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Pflichtbericht an den US-Kongress heißt es, zwischen dem 28. Februar und dem 30. Juni seien durch den Einsatz Kosten von 33,4 Milliarden US-Dollar (28,95 Milliarden Euro) entstanden, davon allein 22,3 Milliarden Dollar (19,33 Milliarden Euro) für verbrauchte Munition. Dies habe zu „strategischen Bestandslücken und Engpässen bei der Industrie in der Nachschubversorgung mit Munition“ geführt.

Der Bericht listet auch die Verluste der US-Luftflotte auf. Darunter sind vier zerstörte F-15-Kampfflugzeuge, eine beschädigte F-35-Maschine, sieben beschädigte KC-135-Tankflugzeuge und bis zu 30 zerstörte MQ-9-Reaper-Drohnen.

US-Präsident Donald Trump hat wiederholt Bedenken hinsichtlich einer Munitionsknappheit in dem seit mehr als sechs Monaten andauernden Krieg abgetan und unlängst von „praktisch unbegrenzten“ Munitionsvorräten der US-Armee gesprochen. Erst am Montag schrieb er in seinem Online-Netzwerk Truth Social, die USA produzierten „mehr exquisite“ Waffen als jemals zuvor in der Geschichte.

Der Sender CNN hatte zuvor berichtet, ein Mangel an Langstrecken-Lenkflugkörpern und Luftabwehr-Abfangraketen hätte Trumps Strategie im Konflikt mit dem Iran geschwächt, fast 80 Prozent des Bestandes der THAAD-Abfangraketen seien aufgebraucht. THAAD steht für Terminal High Altitude Area Defense – dabei handelt es sich um ein Abwehrsystem für ballistische Raketen.

Der Bericht der Generalinspektion der US-Streitkräfte erwähnt auch, dass durch iranische Angriffe „Hunderte Gebäude und Strukturen“ auf US-Militärbasen in der Region beschädigt oder zerstört worden seien. Dies sei bei der Berechnung der Kosten des Krieges aber nicht mit eingeflossen, da nicht klar sei, ob alle diese Basen wieder aufgebaut würden, oder wer die Kosten dafür trage.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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