KURZMELDUNG · ÖSTERREICH.
Im Postfach erscheint eine Mail mit dem Absendernamen „FinanzOnline“. Sie verspricht 3.612 Euro Steuererstattung für 2025 binnen ein bis drei Werktagen – sobald das Bankkonto „verbunden“ ist. Die am 23. September 2026 dokumentierte Nachricht führt auf eine gefälschte Website.
Der sichtbare Absendername täuscht über die Herkunft hinweg. Die tatsächliche Mailadresse hat mit FinanzOnline nichts zu tun. Je nach Aufbau kann die verlinkte Seite persönliche Angaben, Bankinformationen, Zugangsdaten zum Onlinebanking oder Bestätigungscodes abfragen.
Beim Prüfen zählen die tatsächliche Absenderadresse und das Ziel des Links, nicht der angezeigte Name oder das FinanzOnline-Logo. Der offizielle Zugang des BMF ist unter finanzonline.bmf.gv.at erreichbar. Eine angeblich notwendige „Bankkonto-Verbindung“ dient in dieser Mail als Vorwand für den Wechsel auf die fremde Seite.
Welche Domains für weitere Varianten verwendet werden und welche zusätzlichen Daten dort abgefragt werden, lässt sich anhand der dokumentierten Mail nicht abschließend prüfen.
Die Masche nutzt einen passenden Erwartungsmoment. Wer gerade einen Steuerausgleich eingereicht hat, hält eine konkrete Summe und eine kurze Auszahlungsfrist leichter für plausibel. Genau das macht Behörden-Phishing wirksam: Die Nachricht muss nicht für alle glaubwürdig sein, sondern nur für jene, deren aktuelle Situation zufällig zur Geschichte passt.
Quellen
Über dieses Format: Für unsere Kurzmeldungen sammeln und prüfen wir aktuelle Entwicklungen aus verlässlichen Quellen. Nach der redaktionellen Bearbeitung werden die Meldungen über unser eigenes Mimikama-Kurzmeldungs-System veröffentlicht. Daher können mehrere Beiträge denselben Veröffentlichungszeitpunkt tragen.
