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Startseite»Nachrichten»Zwölf Tonnen Kokain importiert?: Gericht lässt mutmaßlichen Drogenhändler überraschend frei
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Zwölf Tonnen Kokain importiert?: Gericht lässt mutmaßlichen Drogenhändler überraschend frei

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 25, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Zwölf Tonnen Kokain importiert?Gericht lässt mutmaßlichen Drogenhändler überraschend frei

Von vier weiteren Verdächtigen fehlt jede Spur. (Foto: picture alliance/dpa)

Eine Gruppe um einen Immobilienmakler soll tonnenweise Kokain importiert haben. Vier Verdächtige sind auf der Flucht, der Makler steht vor Gericht. Nun kommt er aber frei. Denn ob er am Geschäft beteiligt war, ist ungewiss. Straffrei bleibt er in jedem Fall nicht.

Im Prozess gegen einen Immobilienmakler wegen Handels mit tonnenweise Kokain im Wert von 100 Millionen Euro hat das Düsseldorfer Landgericht überraschend die Freilassung des Angeklagten beschlossen. Das Gericht habe den Haftbefehl außer Vollzug gesetzt, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Der 34-Jährige muss demnach aber eine Kaution von 250.000 Euro hinterlegen, sich täglich bei der Polizei melden und seinen Pass abgeben.

Laut Anklage soll der Makler seit 2016 mit vier weiteren Männern zwölf Tonnen Kokain im Wert von 100 Millionen Euro aus Südamerika importiert und außerdem mit Marihuana sowie Schusswaffen gehandelt haben. Im Prozess hatte sich allerdings abgezeichnet, dass ihm der großangelegte Kokainhandel nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann.

Die über Kryptohandys geführten Gespräche hätten zwar entschlüsselt werden können, die Geräte seien aber von mehreren Personen genutzt worden. Deshalb lasse sich nicht zweifelsfrei zuordnen, wer die entscheidenden Gespräche geführt habe.

Ein Teil der Gespräche sei zudem auf Serbisch geführt worden, sagte einer der Verteidiger. Der 34-Jährige spreche aber kein Serbisch. Den Handel mit Marihuana im Kilobereich hatte der Makler dagegen gestanden. Seine 31 Jahre alte Ehefrau hatte im Prozess zugegeben, 12,8 Kilo Marihuana weitergegeben und dafür 45.000 Euro erhalten zu haben.

Bei einer Razzia Ende Februar hatten Spezialkräfte das Haus des Angeklagten in Ratingen bei Düsseldorf durchsucht und ihn festgenommen. Nach den vier mutmaßlichen Komplizen wird weiter gefahndet. Am kommenden Dienstag soll das Urteil verkündet werden. Der Richter hatte erklärt, der 34-Jährige könne mit einer Strafe zwischen knapp fünf und knapp vier Jahren Haft rechnen.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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