KURZMELDUNG · DEUTSCHLAND; DEUTSCHSPRACHIGE SEITEN UND DAMIT AUCH FÜR ÖSTERREICH SOWIE DIE SCHWEIZ RELEVANT.
Eine deutschsprachige Website verspricht automatisierten Krypto-Handel mit „KI“. Wer mitmachen will, soll Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse in ein Formular eintragen. Seit 23. September 2026 warnt die BaFin vor 39 nahezu identischen Seiten – das Risiko beginnt bereits beim Absenden der Daten.
Die 39 Domains gehören zu 15 Namensfamilien, darunter Coravelis, Jorvaki, Levorelio, Mavriten, Solkrane und Zarevuno. Die Seiten haben laut BaFin kein rechtsgültiges Impressum. Sie sind offenbar nicht zwingend selbst die spätere Handelsplattform, sondern dienen vor allem als vorgeschaltete Kontaktfänger.
Nach Erkenntnissen der BaFin werden die eingetragenen Daten an Betreiber unerlaubter Online-Handelsplattformen weitergegeben. Danach kann sich ein vermeintlicher Berater melden und ein Angebot unter einem völlig anderen Namen vorstellen. Welche Callcenter und Plattformen die Kontaktdaten konkret erhalten, wissen wir nicht.
Die Behauptung, der Handel sei „KI-gestützt“, ist Werbung. Die BaFin-Warnung enthält keinen Nachweis, dass tatsächlich ein KI-Handelssystem existiert oder eingesetzt wird. Die Behörde sieht einen möglichen Zusammenhang mit bereits bekannten Plattformreihen, eine personelle Verbindung ist damit aber nicht bewiesen.
Viele Fantasienamen und unterschiedliche Domainendungen können wie eine große Auswahl unabhängiger Angebote wirken. Tatsächlich folgen die Seiten nahezu demselben Aufbau und Zweck. Das zeigt ein wiederkehrendes Muster im Investmentbetrug: Nicht erst die Überweisung ist riskant – schon ein Kontaktformular kann den Zugang für weitere Ansprachen öffnen.
Quellen
Über dieses Format: Für unsere Kurzmeldungen sammeln und prüfen wir aktuelle Entwicklungen aus verlässlichen Quellen. Nach der redaktionellen Bearbeitung werden die Meldungen über unser eigenes Mimikama-Kurzmeldungs-System veröffentlicht. Daher können mehrere Beiträge denselben Veröffentlichungszeitpunkt tragen.
