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Anleiherenditen auf Rekordhoch: Stabiles Konsumklima beflügelt Tech-Werte

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 30, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Anleiherenditen auf RekordhochStabiles Konsumklima beflügelt Tech-Werte

Die Analysten erwarten derzeit mehrheitlich keine weitere Zinserhöhung im Oktober. (Foto: AP Photo/Seth Wenig)

Mit Spannung schauen die US-Anleger auf den Verbraucherpreisindex, der auf eine abkühlende Inflation hindeutet. Zinsängste nehmen ab, besonders Tech-Werte verbuchen Gewinne. Allerdings sorgen steigende Anleiherenditen für einen Dämpfer zum Tagesausklang.

Die US-Börsen haben zur Wochenmitte uneinheitlich geschlossen. Überraschend schwache Inflationsdaten dämpften die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im Oktober. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent tiefer auf 50.906 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,3 Prozent auf 7651 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg indes um 0,2 Prozent auf 26.861 Punkte. Alle drei Indizes hatten im frühen Handel noch höher notiert.

Für den abgelaufenen Monat ergibt sich damit für den Dow ein Minus von 4,3 Prozent und für den S&P von 0,4 Prozent. Die Nasdaq stieg hingegen um 1,9 Prozent. Für das dritte Quartal wiederum steht bei Dow ein Rückgang von 2,7 Prozent, während der S&P 2,0 und die Nasdaq 2,5 Prozent zulegte.

Der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg im August auf Jahresbasis um 3,4 Prozent. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit 3,7 Prozent gerechnet. Analysten wiesen darauf hin, dass auch methodische Änderungen bei der Berechnung zu dem niedrigeren Wert beigetragen hätten. Zugleich wurde das Wirtschaftswachstum (BIP) für das zweite Quartal dank starker Konsumausgaben und Investitionen in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) auf eine aufs Jahr hochgerechnete Rate von 2,2 Prozent nach oben revidiert.

Gegenwind vom Anleihemarkt

Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Oktober sank laut dem FedWatch-Tool der CME auf rund 37 Prozent, nachdem sie am Vortag noch bei 51 Prozent gelegen hatte. Gegenwind kam jedoch vom Anleihemarkt, was die Aktienkurse kurz vor Handelsschluss drückte. Die steigenden Rohölpreise infolge des Krieges zwischen den USA und dem Iran sowie extrem hohe Dieselkosten schürten Inflationssorgen und trieben die Renditen von US-Staatsanleihen in die Höhe. Der Markt achte darauf, ob die Wirtschaft weiter wachse und die höheren Zinsen verkraften könne, sagte Anthony Saglimbene, Chef-Marktstratege bei Ameriprise Financial. Sollten die Zinsen jedoch länger auf diesem hohen Niveau bleiben, könnte dies das Wirtschaftswachstum oder die Unternehmensgewinne belasten. „Dann würde man eine sehr schnelle negative Reaktion des Marktes sehen“, erklärte er.

Ein Blick auf den Arbeitsmarkt zeigte eine leichte Belebung. In der Privatwirtschaft entstanden im September 90.000 neue Stellen, wie aus dem ADP-Bericht hervorging. Im August war der Zuwachs auf 36.000 nach unten korrigiert worden. Die Daten gelten als Vorbote für den mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktbericht der Regierung am Freitag. Fed-Gouverneurin Lisa Cook betonte unterdessen, sie sei entschlossen, die Inflation zu senken, ohne den Arbeitsmarkt zu beschädigen. Der Preisdruck sei zu lange zu hoch gewesen.

Bei den Einzelwerten waren vor allem große Technologie-Werte gefragt. Microsoft, Apple und Nvidia legten zu und machten den Tech-Sektor zum stärksten des Tages. Hewlett Packard Enterprise kletterten um 3,9 Prozent. Der Hersteller von KI-Servern hatte seine langfristige Umsatzprognose für das Netzwerkgeschäft angehoben und einen 1,2 Milliarden Dollar schweren Deal mit Vultr angekündigt. Moderna rutschten dagegen um 5,3 Prozent ab, nachdem die Citigroup die Aktie des Biotech-Unternehmens auf „Sell“ herabgestuft hatte.

Alles Weitere zum heutigen Börsengeschehen finden Sie hier.

Quelle: ntv.de, mau/rts

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Dr. Heinrich Krämer
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